Mmmmh...Mal sehen, ob ich weiterkomm...
Crichton besah seine Artgen?ssin mit Neugier.
Die bewusstlose Frau, immer noch auf der Trage vor Jool liegend, h?tte bei ihm eigentlich sofort Erinnerungen an die Erde hervorbringen m?ssen.
Sie war blond, und ihre etwas welligen Haare reichten etwa bis auf ihre Schultern.Ihr fein geschnittenes Gesicht mit der kleinen Nase war, bis auf einen nicht sehr tiefen Schnitt an der rechten Schl?fe unverletzt geblieben.
Selbst ihre Kleidung h?tte irdischer nicht sein k?nnen: Sie trug einen aus schwarzem Jeansstoff bestehenden Einteiler ohne ?rmel, John erinnerte sich, dass das der letzte Schrei gewesen war, kurz bevor er durch die Klosp?lung des Universums hier gelandet war.
Jool, D? Argo, Chiana, Rygel und John betrachteten alle entweder Crichton oder die Frau.
?Kennst du sie??
Crichton sah Chiana verwirrt an. ?Pip, auf der Erde leben ?ber 6 Milliarden Menschen, das w?re doch nun wohl ein echter Zufall, oder??
Rygel r?mpfte seine kleine Nase ?Noch ein Mensch, genau das, was diese Katastrophen-Crew braucht!? Damit verliess er den Raum, nicht ohne einen abf?lligen Blick auf das Handy in Crichtons Hand zu werfen und etwas von `primitiv` zu murmeln.
?Geht es ihr gut?? Crichton umfasste das Handy fester, als h?tte er Angst es fallen zu lassen.
Jool betrachtete einen Holoschirm ?ber ihrer Patientin ?Soweit ich das sagen kann, ja.Sie wird bald von selber aufwachen.?
?K?nnt ihr mir einen Gefallen tun?? John rieb sich die Augen. Jool sah ihn an.
?Was??
?Injiziert ihr jetzt schon ?bersetzermikroben und haltet euch, wenn sie aufwacht im Hintergrund.Sie erschreckt sich sonst zu Tode.?
Der Luxaner hinter ihm lachte.
?Du meinst, so wie du als du an Bord kamst, was??
?D?Argo glaub mir, ich tu ihr einen Gefallen.Wer immer das auch ist.?
Jool nickte zustimmend.
?In ihrem noch geschw?chten Zustand w?re ein Schock nicht dienlich.Ich werde die Mikroben verabreichen, dann bleibst du hier bis sie aufwacht.?
Rygel glitt durch die Mittelpassage, vorbei an Aeryns Quartier.
Darin war es dunkel, und mit einer geschickten Handbewegung ?ffnete der in seinem ThroneSled sitzende Hynerianer die T?r.
Er war erst einen Meter in den Raum geschwebt, als ihn pl?tzlich eine Hand an seinem Hals festhield.
?Was willst du?? Aeryns Stimme war k?lter als sonst.
?I- ich wollte nur mal sehen wie es dir so geht...Ich hab mir Sorgen gemacht, als du nicht auf der Krankenstation warst.? stammelte der erschrockene Dominar.
Die Hand um seine Luftr?hre liess nicht locker.
?Das glaube ich dir nicht.Du wolltest meine Sachen ein wenig durchw?hlen, was??
Damit liess Aeryn den hustenden Rygel wieder los.Es dauerte ein paar Microts, bis dieser sich wieder gefangen hatte.
?Weisst du schon die Neuigkeiten??
?Das diese Frau ein Mensch sein soll?Was geht mich das an.Und nun verschwinde endlich!? Die Sebacenerin hatte sich abgewendet, starrte ins Dunkel und w?rdigte den fl?chtenden Hynerianer mit keinem Blick mehr.
Ein Mensch.
L?cherlich.
Sollte sich Crich--, die Crichton-Kopie mit ihr herumschlagen, vielleicht w?rde dieser Klon sie dann endlich in Ruhe lassen.
Hey Jaz, ich habs geschafft diese dummen Codes des Schiffes zu entschl?sseln und ich denke, ich bin auf etwas sehr interessantes in diesem Kabelsalat gestossen.Erinnerst du dich an das runde Ger?t, dass anscheinend keine Funktion hatte?Anscheinend ist es eine Art Schnittstelle zwischen Bio und Mechanik oder so.Was immer es ist, es ist der Schl?ssel zu Enigma , das sagt mir mein Instinkt!!HDL, Julia
Crichton sah von dem Handy in seiner Hand auf und dachte nach.
Im letzten Arn, als er auf das Aufwachen der Unbekannten gewartet hatte, hatte er sich n?her mit diesem Relikt aus seiner Heimat besch?ftigt.
Diese geschriebene Nachricht war alles, was er finden konnte, es war keine andere, weder ankommend oder selbst geschrieben vorhanden.Keine Anrufe, kein Nummernverzeichnis.Aber wenigstens war Snake drauf.Damit verflog die Wartezeit.
Die Schlafende vor ihm hatte jetzt einen Namen.Julia.Und das tote Schiff war wohl Enigma getauft worden.
Wer immer Julia war, sie hatte an dem Schiff gearbeitet und es einer Jaz erz?hlt.
Wahrscheinlich ein gescheitertes Regierungsexperiment.
N?heres konnte er erst herausfinden, wenn diese Julia aufwachte.
F?r ein Arn hatte er seine ganzen Probleme verdr?ngen k?nnen, nur weil er sich mit etwas irdischem befasst hatte.
Vielleicht half es, wenn man endlich wieder mit jemandem reden konnte der verstand, was eine SMS war.
Er seuftzte.
Heimweh war das Schlimmste.
Pl?tzlich begann diese Julia vor ihm auf der Trage aufzuwachen.Sie sch?ttelte ihren Kopf, gab einen Schmerzenslaut von sich und griff sich an die verwundete Schl?fe.
Crichton beugte sich ?ber sie und blickte direkt in ihre gr?nen Augen.
?Hey, alles klar?? Eine tolle Begr?ssung f?r den ersten Menschen, den man nach gut 3 Jahren sieht.
Julia sah auf, direkt in das Paar Augen ?ber ihr. ?Ich denke schon, mein Kopf tut etwas weh, aber das geht schon...Kenne ich Sie??
Die Verwirrtheit in ihrer Stimme und ihrem Gesichtsausdruck war un?bersehbar menschlich.
Crichton musste unbewusst l?cheln.
Sebaceaner, Luxaner oder Hynerianer glichen von ihrem Gesicht her zwar weitestgehend Menschen, doch um ihre Mimik zu verstehen musste man sich sehr konzentrieren.
Es war eine wahre Entlastung, diese Prozesse der Deutung und Interpretation der Gesichtsz?ge wieder ins Unterbewusste zur?ck zu schieben.
?Nein, nein Sie kennen mich nicht.Ich bin John, und sie sind Julia, nicht wahr??
Crichton versuchte angestrengt den Akzent zu erkennen, mit dem sie sprach.Anscheinen war sie, wie er auch von der Westk?ste.
Er half ihr, sich aufzusetzen, doch der verwirrte und ?ngstliche Unterton in ihrer Stimme verschwand nicht.Sie fasste sich an den Kopf
?Ich...ich kann mich nicht erinnern..Ich kann mich an absolut gar nichts erinnern!?
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Aeryn: Frell!
Crichton: Yeah!
Aeryn: No, I mean bad frell...






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