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Thema: Filmempfehlungen: Tops & Flops

Hybrid-Darstellung

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  1. #1
    Super-Moderator Avatar von cornholio1980
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    Standard AW: Kritiken zu kurz zuvor gesehenen Filmen

    Chloe
    Mehr erotisches Drama als erotischer Thriller, dh. etwas spannungsärmer als ich das erwartet hatte. Die Wendung gegen Ende war zudem sehr vorhersehbar für mich. Die guten schauspielerischen Leistungen sowie die stilvolle Inszenierung trösten jedoch über die Schwächen zumindest teilweise hinweg.
    6/10

    Gegen jeden Zweifel
    Angesichts seiner Krankheit sage ich zwar nicht gerne was schlechtes über Michael Douglas, aber... entweder er hat in den letzten Jahren vermehrt bei der Rollenwahl einfach danebengegriffen bzw. hatte Pech mit dem Regisseur, oder er brauchte dringend das Geld. Ich kann zwar verstehen, was ihn an der Rolle eines korrupten Staatsanwalts gereizt hat. Die Bezahlung war sicher nicht schlecht, und für Michael Douglas, der diesen schleimig-korrupt-ruchlosen Typ spätestens seit Gordon Gekko verinnerlicht hat, war Mark Hunter gegen jeden Zweifel ein Kinderspiel. Leider war er wohl durch die Rolle so geblendet, dass er völlig übersehen hat, wie extremst konstruiert und vorhersehbar (und ja, das schließt den Twist am Ende mit ein) das Drehbuch war. Auch die teils grauenhaften Dialoge hat er wohl überlesen, wie auch die zahlreichen Logiklöcher. Was er damals als er den Job annahm natürlich nicht wissen konnte ist, wie völlig uninspiriert, uninteressant und unspannend Peter Hyams sein eigenes Drehbuch (basierend auf dem Film aus den 50ern) inszenieren würde. Und zu allem Überfluss ist der Film auch noch sehr schlecht geschnitten (was jedoch zugegebenermaßen wohl nur dem geübteren Filmauge auffallen wird). Im Fall "Die Filmkonsumenten gegen "Gegen jeden Zweifel" zum Vorwurf der mutwilligen Verschwendung von wertvoller Lebenszeit" lautet mein Urteil daher: Schuldig im Sinne der Anklage!
    3/10

    Harry Brown
    Britische Antwort auf "Gran Torino", die jedoch etwas geradliniger und daher nicht ganz so vielschichtig und auch überraschend ausgefallen ist. Dafür ist er sicherlich schonungsloser, brutaler und roher als sein amerikanisches Pendant. Für beide Filme gilt: Ein würdiger Abschied für ihren charismatischen Hauptdarsteller.
    8/10
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    "I believe that when we leave a place, part of it goes with us, and part of us remains. Go anywhere in this station, when it is quiet, and just listen. After a while you will hear the echos of all our conversations, every thought and word we've exchanged. Long after we're gone, our voices will linger in these walls."
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  2. #2
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    Standard AW: Reviews zu diversen Filmen

    Irina Palm (2007)

    Gerade, eher durch Zufall, auf WDR gesehen. Der Film lief eher unbemerkt nebenher, nachdem der Kölner Treff rum war, zog aber zunehmend meine Aufmerksamkeit an sich.
    Der Film erzählt, sehr ruhig und getragen, die Geschickte einer etwa 50 jährigen Frau. Sie ist Witwe, nicht sehr gebildet und ohne Ausbildung, ihr Mann verstarb vor einiger Zeit, ihr arbeitsloser Sohn hat mit seiner Frau einen tot kranken Enkel, dessen Behandlungen das gesamte Vermögen der Familie aufgezehrt hat als man die Reise zu einer letzten Behandlung finanzieren muss.
    Maggie erkennt und ergreift die Möglichkeit in einem Pornoladen, der einem Besitzer namens Micky gehört, zu arbeiten (sie holt Männer anonym einen runter). Schließlich legt sie sich den Kunstnamen Irina Palm zu und kommt so zu Geld. Zwar bekommt sie so genügend Geld zusammen, aber das Umfeld macht erst ihr und schließlich auch ihrer Familie zu schaffen.

    Vielleicht weil es in Soho spielt und Mickey Mickey heißt erinnerte es mich an die Dreigroschenoper. Die ruhige Erzählweise gefiel mir und auch die Darstellung des Umfeld sowie des Schnoddermundwerk von Maggie als sie ihre Freundinnen schockieren will.
    Die Musik wirkt fast meditativ.

    Zwar kritisiert die FAZ das der Film etwas zahnlos ist, aber ich glaube nicht das er beißen oder dreckiger sein wollte.

    Ich sage mal: 7/10

  3. #3
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    Standard AW: Reviews zu diversen Filmen

    Anmerkung: Es wäre vielleicht gut den Thread zu pinnen ^^

    Speak (2004, USA - Kirsten Stewart)

    Lief gerade im belgischen Fernseh bzw. auf VijvTV.
    Der Film zählt zu der Sorte Filmen welche äußerst ruhig, ruhiger noch als Elephant. Wobei der Film, meiner Meinung nach, bei einer zumindest ansatzweise ähnlichen Thematik sein eigentliches Thema besser verdeutlicht.
    Der Film erzählt die Geschichte eines etwa 13 jährigen Mädchen namens Melinda, für die das erste Jahr auf der Highschool beginnt. Melinda spricht dabei, entgegen des Film Titel auffallend wenig, ohne das es bemerkenswert wenig normal oder dergleichen wirkt. Die Handlung verfolgt den Schulalltag Melinda und relativ schnell wird klar das sich ihr relatives schweigen aus einem traumatischen Vorfall während einer Feier ergibt.
    Als Zuschauer erfährt man nur durch zeitlich ungeordnete Rückblenden, weiß jedoch ab etwa der Mitte des Film was geschah.
    In seiner ruhigen Art zeigt der Film hierbei das Problem des Schweigen der Gesellschaft und Einzelnen. Nicht bezogen darauf das man tatsächlich stumm wäre, sondern über die Schwierigkeit das was eigentlich wichtig ist und gesagt werden muss anzusprechen.
    Irgendwie hat mich der Film stark beeindruckt und zum Nachdenken angeregt.

    Fazit: 7/10
    [Und imho jedem empfohlen der Elephant mochte, auch wenn der Film von der Erzählweise her nicht so "arty" ist. Die Leistung von Kirsten Stewart ist imho auch besser als bei Twilight]
    Geändert von Teylen (23.01.2011 um 00:53 Uhr)

  4. #4
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    Standard AW: Kurz-Reviews zu diversen Filmen

    Ich mach seit gestern so ne Art Oscar-Countdown, und da heute Valentinstag ist und das nach etwas romantischem verlangte, habe ich wieder mal "Once" reingeschmissen. Wunderschöner Film, aber dass der O-Ton nur in Stereo vorliegt, ärgert mich maßlos! So musste ich wohl oder übel die deutsche Snychro nehmen *grummel*. Der Film an sich ist aber natürlich klasse, wenn er auch eher ein Musik- denn ein romantischer Film ist.
    9/10
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  5. #5
    Grand Maester Avatar von tubbacco
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    Standard AW: Kurz-Reviews zu diversen Filmen

    Let Me In

    Man weiß schon vorher, dass das US-Remake eigentlich vollkommen unnötig ist und wirklich nur für die Subs- und Dubs-Hasser konzipiert wurde, aber ich wollte einfach mal sehen wie die Amerikner im Gegensatz zu den Schweden an den Stoff herangehen.

    Das Ergebnis ist keine Überraschung, da der Film in weiten Teilen eine 1:1 Umsetzung des schwedischen Films ist, nur traut man dem amerikanischen Publikum anscheinend nicht zu, die ganzen Andeutungen zu verstehen und knallt sie deswegen dem Zuschauer mitten in die Fresse oder lässt sie zum leichteren Verständnis lieber gleich ganz weg. Dazu noch ein Haufen wirklich schlechter CGI-Chloe-Szenen und fertig ist das US-Remake.

    An sich kein schlechter Film, aber im Vgl. mit dem Original erwartungsgemäß unterlegen. Wer Let The Right One In nicht gesehen hat, darf gerne noch ein paar Pünktchen draufschlagen.

    5/10

  6. #6
    Administrator Avatar von Dr.BrainFister
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    Standard AW: Kurz-Reviews zu diversen Filmen

    Zitat Zitat von tubbacco Beitrag anzeigen
    Let Me In

    Man weiß schon vorher, dass das US-Remake eigentlich vollkommen unnötig ist und wirklich nur für die Subs- und Dubs-Hasser konzipiert wurde, aber ich wollte einfach mal sehen wie die Amerikner im Gegensatz zu den Schweden an den Stoff herangehen.

    Das Ergebnis ist keine Überraschung, da der Film in weiten Teilen eine 1:1 Umsetzung des schwedischen Films ist, nur traut man dem amerikanischen Publikum anscheinend nicht zu, die ganzen Andeutungen zu verstehen und knallt sie deswegen dem Zuschauer mitten in die Fresse oder lässt sie zum leichteren Verständnis lieber gleich ganz weg. Dazu noch ein Haufen wirklich schlechter CGI-Chloe-Szenen und fertig ist das US-Remake.

    An sich kein schlechter Film, aber im Vgl. mit dem Original erwartungsgemäß unterlegen. Wer Let The Right One In nicht gesehen hat, darf gerne noch ein paar Pünktchen draufschlagen.

    5/10
    Also scheinbar wieder eines dieser Remakes, das gegenüber dem Original keinen Mehrwert bietet. Von mir aus hätten sie in der US-Version mal eine ganz andere Herangehensweise an die Geschichte versuchen können, z.B. durch das Einbinden von Ereignissen aus dem 2. Buch. Aber die Amis wollten wohl, wie so oft, der bequemeren Copy&Paste-Strategie folgen.
    "Wissen sie woraus der Leberkäs gemacht wird? Aus den Resten der Knackwurst. Und die Knackwurst? Aus den Resten vom Leberkäs. So geht das ewig weiter: Leberkäs, Knackwurst, Leberkäs, Knackwurst..." - Simon Brenner (Josef Hader) in "Silentium"

  7. #7
    Super-Moderator Avatar von cornholio1980
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    Standard AW: Kurz-Reviews zu diversen Filmen

    Welches 2. Buch?

    Ich will tubbacco wirklich nicht zu nahe treten, aber die bisherigen Stimmen zum Remake waren durchaus positiv; nicht wenige meinten sogar, es wäre vielleicht sogar besser als das Original. Meine Vorfreude bleibt jedenfalls vorläufig noch ungetrübt
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