Wenn WikiLeaks hier so vorgeht, wie sie es bisher getan haben und auch im nächsten Fall (Bankenmangagment) so vorhaben, dann kommen die "spektakulären Dinge zuerst". Sie wissen ja auch wie Medien funktionieren: Der Hype ist immer nur am Anfang. Somit ... es wird kaum zu erwarten sein, dass jetzt noch viel mehr aufregendes dabei ist. Tja.
Datenleck: Wem nützt es am Ende? Ich fürchte, dass Diktaturen wie Nordkorea derzeit sich genüßlich über die Dokumente hermachen, um die USA auf dem falschen Fuß zu erwischen und einschätzen zu können wie sie reagieren, wenn sie weiter Krieg "spielen" und Atombomben bauen wollen. Soll das also der Nutzen der Veröffentlichung werden?
Wie es heißt ist der Informant für WikiLeaks ein Militär und als Folge davon ist ja schon angekündigt die Computer-Netzwerke von Außen- und Verteidigungsministerium in Zukunft wieder getrennt zu führen. Die Animositäten und Befindlichkeiten des US Militär und deren Sicht auf die Welt hat eine andere Gewichtung wie die diplomatischen Versuche eines US Außenministeriums in einer Krisensituation. Weil ein kurzsichtiger Militär sich gerne über die Arbeit des Außenministeriums und seiner Diplomaten öffentlich lustig machen möchte und er den Kodex des Militärs als die wirkliche Stärke der USA sehen dürfte, deshalb beschädigt er am Ende sein eigenes Land. Nicht nur peinlich sondern eher dämlich.
9/11 brachte eine bessere Vernetzung von Informationen für die US Regierung und nun geht der Schritt hier dummerweise wieder zurück. Das(!) schwächt wirklich die US Außenpolitik mehr, als ein Osama Bin Laden je kann. Ich denke nicht dass das eine gute Entwicklung wird, auch wenn ich mich gerade amüsiere was US Diplomaten wirklich denken und wie sich das mit der eigenen Beurteilung deckt.
„SIPRNet“ - So fing es an ... und warum bei uns das so nicht passieren wird ...
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76...~Scontent.html
"Diese Aufregung über die Dokumente wird sicher nicht von Dauer sein" ...
Auf Dauer werden aber die Folgen für die US Außenpolitik und deren eingeschränkteren Möglichkeiten sein. Sie sind am Ende jedoch das schlechte Ergebnis der Sache.
Passend hierzu ein guter Kommentar von "Zettel Raum"
"Daß die Forderung nach bedingungsloser Öffentlichkeit zu weniger Transparenz führt, konnte man übrigens in jenen deutschen Universitäten beobachten, an denen in den siebziger Jahren die "Öffentlichkeit aller Gremien" eingeführt oder weitgehend eingeführt worden war.
Die Folge war, daß die wichtigen Diskussionen nicht mehr in den Gremien stattfanden; daß die eigentlichen Entscheidungen in informellen Zirkeln und Gruppen getroffen wurden, die niemand kontrollieren konnte und von deren Existenz viele gar nichts wußten."
http://zettelsraum.blogspot.com/2010...rnet-nein.html





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