Weniger als die Inhalte der Veröffentlichungen hat mich verwundert, dass ein unterer Dienstgrad der US-Armee im Irak nicht nur Zugriff auf hunderttausende Geheimdokumente hatte die mit seiner Arbet nicht das Geringste zu tun hatten, sondern diese auch ohne dass es irgendwem auffiel oder auch nur mitgeloggt wurde, allesamt herunterladen, auf DVD brennen und mit nach Hause nehmen konnte. Offenbar hatten mehrere hunderttausend Personen Zugriff auf diese angeblich so sensiblen Daten, da verwundert es eher dass sie nicht schon früher an die Öffentlichkeit gelangt sind.

Dass jedes mittelständische Unternehmen eine sicherere IT hat als riesige Apparate wie das US-Verteidigungs- und Außenministerium, das ist die eigentliche Blamage für die letztverbleibende Weltmacht.

Was die kritische Darstellung der aktuellen Wikileaks-Tätigkeiten in unseren Systemmedien angeht verweise ich auf Albrecht Müller:
http://www.nachdenkseiten.de/?p=7587