die konsequenz aus deinem standpunkt wäre ein journalismus, der nur noch das veröffentlichen kann, was unternehmen/regierungen bereitwillig rausgeben. dies gilt übrigens nicht erst seit wikileaks, sondern schon immer. was meinst du, wie z.b. "watergate" aufgedeckt wurde? die journalisten haben damals sicherlich nicht bei präsident nixons presseabteilung angerufen und von dort alle relevanten dokumente ordern können.
wie stellst du dir also kritischen journalismus in zukunft vor, wenn die redaktionen nur noch vorgefertige pressemeldungen und werbematerialien als recheremittel zur verfügung haben?
niemand weiß genau, was sich bei amazon hinter den kulissen abgespielt hat. du nicht und ich auch nicht. aber letzlich spielt es doch keine rolle, ob amazon erst einige tage nach der veröffentlichung der diplomatenpapiere gehandelt hat. inwiefern macht das denn einen unterschied? der politische druck hat sich in den tagen nach der veröffentlichung vielleicht so gesteigert, dass dieser konzern irgendwann weich geworden ist. jedenfalls scheint es nicht so als hätte man diese entscheidung dort wegen verstößen gegen die AGB oder gegen irgendwelche anderen standards getroffen. wäre das der fall, hätte amazon wikileaks schon viel früher den hahn abgedreht.In wie weit hat Amazon tatsaechlich auf Druck des Senators gehandelt?






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