WikiLeaks cut off from Amazon servers - CNN.com
Wikileaks war nur wenige Tage auf Amazon gehostet. Amazon hat Herrn Liebermann über die Durchführung der zuvor geforderten Abschaltung informiert bevor der Kunde selbst oder die Öffentlichkeit darüber informiert wurde.
So eine Klausel hat ein jeder Webhoster in den AGB um die Geschäftsbeziehung mit Kunden die sich aus irgendeinem Grund nicht lohnen (z.B. weil sie zu viel Bandbreite verbrauchen) einseitig beenden zu können. Amazon wollte es vermeiden sich mit einem einflussreichen Politiker zu verscherzen und hat von diesem Persilschein zur einseitigen Kündigung Gebrauch gemacht. Rechtlich verpflichtet war amazon dazu nicht.Zumal die AGBs Amazon nicht nur den Vertrieb illegalen Materials sowie die Ausfuehrung illegaler Handlungen verbietet sondern ebenso das verbreiten von Inhalten "that may be harmful to our users, operations, or reputation".
Man darf davon ausgehen dass die USA derzeit jeden Geschäftspartner von wikileaks massiv unter Druck setzen, ob national oder international, sich von diesem Projekt zu lösen. Die USA sind nach wie vor das mit Abstand mächtigste Land der Welt und - wie übrigens auch die jüngsten wikileaks Dokumente zeigen - nie darum verlegen ihre Interessen notfalls mit der Brechstange durchzusetzen.
Wikileaks die notwendigen technischen Mittel zur Verbreitung seines Angebotes zu entziehen ist letztlich auch nichts Anderes als eine Zeitung von den Papierherstellern oder Logistikunternehmen die sie ausliefern abzuschneiden. War übrigens nach dem Krieg eine beliebte Methode der Amerikaner um kritische Artikel über die Besatzungsmächte zu unterbinden.





Zitieren
Als Lesezeichen weiterleiten