du hast geschrieben, dass du unter "chronischem vitaminmangel" leidest. also ging ich davon aus, dass du wissen möchtest, wie man das "heilen" kann.welche antworten erwartest du denn auf die frage "wie sieht es mit dem Berufseinstieg ohne Vitamin B aus?"? eigentlich ist die konsequenz daraus doch logisch: jemand ohne vitamin b hat es immer schwerer als jemand mit vitamin b. folglich muss man härter arbeiten und sich noch aufwendiger bewerben, wenn man nicht über diese netzwerkereigenschaften verfügt. oder man muss bestimmte talente von sich so gut ausbauen, dass man schon dadurch überzeugender wird.
du bist gut darin, im internet zu recherchieren. in den weiten des www findest du sicherlich auch viele infos zu diesem thema. vielleicht bieten auch die arbeitsagentur, gewerkschaften oder andere institutionen seminare dazu an.Ich wüßte ehrlich gesagt nicht, wie ich dieses Spiel mitspielen könnte. Es geht mir nicht darum, zu entscheiden, ob es das "wert ist" oder so - ich wüßte einfach nicht, wie ich im Moment sinnvoll netzwerken könnte.
dass du möglichst vollständige bewerbungsunterlagen abgibst, hat nicht nur den zweck, spezielle qualifikationen nachzuweisen. du zeigst damit deinem potentiellen arbeitgeber auch, dass du immer am ball geblieben bist und regelmäßig gearbeitet hast. das ist ein zeichen für eigeninitiative und flexibilität.Schwierig. Erstens, meine Bewerbungen sind im Moment schon um die 20 Seiten lang; ich glaube, irgendwo wird ein Punkt erreicht, an dem es *nicht* von Vorteil ist, noch mehr Papier beizulegen, oder? Zumal es nicht darum geht, Lücken in meinem Lebenslauf zu füllen, sondern ich nur studienbegleitende Nebenjobs und Ferienjobs aus meiner Ausbildungszeit dokumentieren könnte. Zweitens, keiner meiner Jobs eignet sich besonders gut, um meine Bewerbung positiv zu ergänzen.
natürlich musst du nicht zu jedem job ein zeugnis beilegen, sondern hauptsächlich zu denen, die zu der jeweiligen stelle passen. aber zumindest sollte der tabellarische lebenslauf keine größeren lücken aufweisen. alles das, was länger als 10 jahre zurückliegt, kannst du z.b. auch unter einem stichpunkt zusammenfassen. diese jobs interessieren viele arbeitgeber sowieso nicht mehr, weil du nach so langer zeit das meiste daraus erlernte wahrscheinlich wieder vergessen hast.Im Detail:
- einer, leider einer der beiden längsten, bei einer renommierten Institution, hat nur ein schlechtes Arbeitszeugnis gebracht (ist aber zu lange her, um es anzufechten; damals war ich zu doof, um zu erkennen, was in diesem Zeugnis wirklich stand)
- bei einem bin ich von einem hochgradig cholerischen Chef persönlich rausgeschmissen worden
- ein weiterer umfasste nur ca. 12 Stunden, wenn auch über drei Wochen verteilt
- einer war ein Hiwi-Job an der Uni, bei dem es aber nur um Dateneingabe ging; er liegt außerdem 10 Jahre zurück
- zwei liegen, respektive, 11 und 12 Jahre zurück und dauerten jeweils nur ein paar Wochen (die gebe ich im Moment auch gar nicht im Lebenslauf an, da sie so irrelevant sind)
Keiner dieser Jobs hat mir sinnvolle Kenntnisse und Erfahrungen gebracht.
deinen traumjob wirst du nicht sofort finden. aber wenn du zumindest wieder eine kontinuierliche beschäftigung mit einigermaßen ausreichendem einkommen hast, nimmt dir das schon mal viel druck und du kannst dich besser auf bewerbungen für jobs konzentrieren, die dir wirklich am herzen liegen.Ich habe noch nie in einem Feld gearbeitet, in dem ich auf Dauer arbeiten möchte. ...
dann haben sich die praktika bisher doch gelohnt.Die einzigen Tätigkeiten, die schon in eine sinnvolle Richtung gingen, waren meine Praktika. Und bei den beiden Arbeitgebern gibt es im Moment definitiv keine Chance; bei einem habe ich mich bereits zweimal beworben seit Ende des Praktikums (bin sogar einmal immerhin bis zum Vorstellungsgespräch gekommen); beim anderen habe ich während des Praktikums ziemlich deutliche Signale empfangen, dass ich noch nicht gut genug bin.denn die sind letztlich auch dafür da, um herauszufinden, wo man noch nachholbedarf hat. mein erstes praktikum im medienbereich war ebenfalls ein sprung ins kalte wasser und ich konnte nicht sofort alles 100%ig umsetzen. trotzdem habe ich dadurch später jobs bekommen, die ich ohne diese qualifikation wahrscheinlich nicht gekriegt hätte.
ok, klingt gut. mit "potentielle arbeitgeber" meinte ich übrigens nur diejenigen, die deinen interessen entsprechen.Wirklich alle? Dürften bloß einige Tausend sein... ;-) Initiativbewerbungen stehen durchaus auf meinem Programm; allerdings im Moment eher "thematisch" ausgewählt als nach der Region. Sprich, ich arbeite daran, mir eine Liste mit potentiellen Arbeitgebern im gesamten Bundesgebiet zu erstellen, die besonders gut zu mir passen. Ist aber schwierig, weil ich ja nicht nach einem ganz klaren, eng umgrenzten Beschäftigungsfeld suche. Meine Qualifikationen sind nun mal... weit gestreut. Aber ich arbeite dran.
du beschreibst das ja so als wäre es sklavenarbeit.Ah, danke für den Tip. Ich habe mich schon öfter gefragt, ob ich mich einer dieser "Textmühlen" andienen sollte... aber hatte immer den Eindruck, dass das für den Lebenslauf ungefähr so toll ist wie Kugelschreiberzusammenbauen. Aber vielleicht sollte ich es trotzdem mal versuchen...bei diesen beiden anbietern verdient man anfangs zwar wenig, bekommt aber stetiges feedback und hat gute möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. das sind seriöse anbieter, die etablierte internetseiten mit content unterschiedlichster qualitätsklassen/themengebiete (von film- und serienbeschreibungen bis hin zu verbraucherratgebern) versorgen. das niveau bestimmst also du, denn deine aufträge kannst du dir ohne zwang selbst aussuchen. sowas macht sich im lebenslauf bestimmt nicht schlecht. und mit kugelschreiberzusammenbauen würde ich kreative textarbeit nun wirklich nicht vergleichen.
jedenfalls ist das "textmahlen" besser als komplett arbeitslos zu sein oder bei irgendwelchen sinnleeren fließbandjobs zu versauern.






welche antworten erwartest du denn auf die frage "wie sieht es mit dem Berufseinstieg ohne Vitamin B aus?"? eigentlich ist die konsequenz daraus doch logisch: jemand ohne vitamin b hat es immer schwerer als jemand mit vitamin b. folglich muss man härter arbeiten und sich noch aufwendiger bewerben, wenn man nicht über diese netzwerkereigenschaften verfügt. oder man muss bestimmte talente von sich so gut ausbauen, dass man schon dadurch überzeugender wird.
jedenfalls ist das "textmahlen" besser als komplett arbeitslos zu sein oder bei irgendwelchen sinnleeren fließbandjobs zu versauern.
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