... ja, das mit der DDR hinter einer Mauer und der RAF hier ... hab ich auch schon im Fernsehen gesehen, damals.![]()
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"Glaubst Du noch, oder denkst Du schon?" Giordano Bruno / "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein. /"Ich kann zwar die Bewegungen von Himmelskörpern berechnen, aber nicht die menschlichen Verrücktheiten." Sir Isaac Newton. / Das Mitlesen in diesem Beitrag ist verboten, wenn Ihr zu jung dafür seid. https://anchor.fm/reiner-krauss/
Am Ende ist alles eine Frage des Geldes.
Polizisten kosten Geld. Sozialarbeiter kosten Geld. Schulpsychologen kosten Geld. Jugendgefängnisse die echte Therapiemöglichkeiten bieten, statt nur Verwahranstalten zu sein, kosten Geld. Personell und finanziell gut ausgestattete Jugendämter kosten Geld. Jugendrichter kosten Geld. Und, und, und...
In all diesen Bereichen wird aber trotz wachsender Probleme immer mehr gekürzt, die Ergebnisse brauchen uns deshalb nicht wundern. Hier müsste Personal aufgestockt, statt abgebaut werden. Gerade bei abgeschotteten Migrantenclans - welche den weit überwiegenden Teil der jugendlichen Intensivtäter stellen (in Berlin sind, wenn ich mich recht erinnere, 98 % der Intensivtäter Migranten) - wäre vermutlich nur mit sehr viel stärkerem Einsatz an Mitteln und Personal etwas zu erreichen. Da dringt die ausgedünnte Polizei nicht mehr durch und ein paar Sozialarbeiter schon gar nicht.
Neben dem Hauptproblem der geringen Budgets im sozialen und kriminologischen Bereich gibt es sicherlich bei einigen Richtern auch ein Einstellungsproblem. Dass ein Intensivtäter der mit 16 bereits 20 Straftaten verübt hat, seinem Lehrer den Kiefer brechen kann und dafür mit 5 Stunden Müll aufsammeln "bestraft" wird, das wird keinem einzigen Bürger zu vermitteln sein. Die Frage ist ob dies krasse Einzelfälle sind die uns deshalb so auffallen weil sie in den Medien natürlich breiter getreten werden als der Jugendliche der für dieselbe Tat in den Jugendknast einfährt - oder ob es wirklich empirisch belegbar ist dass unsere Justiz mit den Intensivtätern zu lasch umgeht. Ich wette dass es hierzu entsprechende Statistiken gibt die sich auch mit unseren europäischen Nachbarländern vergleichen lassen. Bestraft Deutschland lascher als Frankreich, Österreich, Dänemark oder Polen? Diese Länder haben eine ähnliche Bevölkerungsstruktur und sind sicherlich eher mit der BRD zu vergleichen als die USA, die ganz andere Milieus und ein wesentlich anderes soziales Klima haben.
Über diese Google-Suche habe ich eine Seite gefunden die verschiedene Informationen zu Jugendkriminalität im Ausland bietet: Journascience - Informationsportal zum Thema Kriminalität
Hier gibt es eine auf den ersten Blick interessante Arbeit zu dem Thema:
http://www.rsf.uni-greifswald.de/fil...JKr_Europa.pdf
Nach kurzem Überfliegen habe ich den Eindruck dass Deutschland nicht das einzige Land ist, in dem im Umgang mit Jugendstraftätern gegenwärtig eher Therapie statt Knast angesagt ist. Wer sich wirklich für das Thema interessiert, fernab von ein paar boulevardesken Kommentaren in Zeitungen, kann sich diese Arbeit und die anderen dort Verlinkten ja mal durchlesen.
So sehe ich das auch. Zuwenig Mittel mit zuwenig Personal bei gleichzeitig steigender "Verrohung" von bestimmten Personenkreisen. Nun, abseits jeder Statistik fällt auf, dass eben bei Gewalt mittlerweile die Hemmschwelle gefallen ist. Auch und besonders die Hemmschwelle vor massiver körperlicher Gewalt. Siehe das aktuelle traurige Beispiel in der Berliner U-Bahnstation.
Ach wie zufällig wiedermal Jugendliche aus dem Kreis der Mikranten, ach wie zufällig wiedermal kein Einhalten wenn eine Person bereits hilflos auf dem Boden liegt.
Besonders Letzteres ist die traurigste Beobachtung, die mir auch altgediente Polizisten so bestätigen: Früher wurde wenigstens aufgehört mit dem Zuschlagen und Attackieren, wenn jemand sich nicht mehr wehren konnte. Dann hatte man obsiegt und gut war. Doch heute wird mit äußerster Brutalität einfach weiter draufgeprügelt, billigend in Kauf genommen, dass nachher jemand nicht mehr aufsteht.
"Glaubst Du noch, oder denkst Du schon?" Giordano Bruno / "Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher." Albert Einstein. /"Ich kann zwar die Bewegungen von Himmelskörpern berechnen, aber nicht die menschlichen Verrücktheiten." Sir Isaac Newton. / Das Mitlesen in diesem Beitrag ist verboten, wenn Ihr zu jung dafür seid. https://anchor.fm/reiner-krauss/
Die Gefahr bei der Migranten-Argumentation ist aus meiner Sicht dass man es sich hier sehr schnell viel zu einfach macht das komplexe Problem der Jugendkriminalität auf biologistische Vorherbestimmung abzuschieben - "Der Moslem kann halt nicht anders als zuschlagen, das hat er in seinem anatolischen Bauerndorf ja auch nicht anders gelernt". Das ist die Thilo Sarrazin-Schiene, solche Menschen sind an echten Lösungen nicht interessiert.
Es gibt allerdings auch urgermanische jugendliche Intensivtäter - die Mörder von Dominik Brunner waren z.B. keine Migranten - wie es auch Migrantengruppen gibt die sogar eine niedrigere Kriminalitätsrate aufweisen als die Inländer.
Der Migrantenstatus alleine macht also niemanden zum Schläger und erlaubt auch keine ehrliche Problemanalyse sowie die daraus resultierende Entwicklung von Lösungen und Strategien zur Bekämpfung dieser Kriminalität. Das Jugendstrafrecht alleine ist dazu nur ungenügend in der Lage, es gibt nach 60 Jahren noch nicht mal ein Gesetz welches z.B. regelt wie Jugendliche in Jugendhaft verwahrt und therapiert werden müssen. Da kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen und Viele sperren die Kids einfach weg nur um sie dann - noch gefährlicher - in einigen Jahren wieder auf die Allgemeinheit loszulassen. Dabei ist die Chance einen Kriminellen mit entsprechender Unterstützung wieder auf die rechte Bahn zu bringen umso größer je jünger die Person ist. Wenn ein Karrierekrimineller mit 16 bereits dutzende schwere Straftaten auf dem Buckel hat ohne dass sich ein vernetztes Team aus Polizei, Justiz, Sozial- und Jugendbehörden einmal ernsthaft damit auseinandesetzt, dann ist es bereits zu spät. Ein paar Stunden Müll aufsammeln für einen Kieferbruch bringen solche Kids nicht wieder auf die rechte Bahn zurück und dokumentieren nur die Hilflosigkeit unseres Staates.
Migrantenstatus: Natürlich liegt in der Feststellung, dass ein – sagen wir es mal milde und vorsichtig – sehr hoher Anteil der Intensivtäter einen sog. Migrationshintergrund haben keine Ursachenanalyse, sondern lediglich eine (oft verschwiegene) Tatsachenfeststellung. Warum und wieso dies so ist mögen bitte Fachleute klären und endlich aufarbeiten, aber daran fehlt es schon. Neben „anatolischen Bauern“ gibt es leider auch deutlich ein hoher Anteil der sog. Russland-Deutsche. Letzterer Personenkreis ist gerade auch bei uns sehr stark vertreten und im hohen Maße auffällig für extreme Gewalt einhergehend mit Wodka Konsum und deren Folgen. Nun, wir haben sie ja eingeladen, also dürfen wir uns nicht wundern.
Ich persönlich kenne jemand aus letzterem Kreis, der wiederum völlig integriert und engagiert ist. Er schämt sich selbst für die Vielzahl der „Auffälligen“ aus seinem Herkunftsland und wundert sich nicht über deren negativem Image. „Wir sind ja auch selbst schuld mit dem Verhalten was viele meiner Landsleute an den Tag legen. Statt sich zu integrieren wird schmarotz, gesoffen und zugeschlagen.“ So einmal seine Aussage. Nun, wie immer gibt es solche und andere, doch es bleibt die Frage zurück, warum die einen sich integrieren wollen und auch können und die anderen beides nicht interessiert.
Bei Letztem stellt sich am Ende wirklich die Frage: Was wollt ihr noch hier? (Ach ja, Hartz IV natürlich. Immer noch mehr als dort wo sie herkamen.)
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Von unseren Russlanddeutschen die hier vor Ort angesiedelt wurden sind die meisten Älteren wieder zurück, da sie einfach in Deutschland keinen Fuß fassen konnten. Diese Menschen haben zwar deutsche Wurzeln, sind aber eben doch eher Russen, Kasachen etc. und sind hier einfach nicht klargekommen da dies nicht ihre Heimat war. Die Jüngeren konnten sich ganz gut anpassen, das war aber auch ein Erfolg von einer ganzen Menge ehrenamtlicher Arbeit.
Die staatlichen Stellen sind nach wie vor nicht ausreichend gewappnet um solchen Menschen bei der Integration zu helfen. Das fängt schon damit an das zwar immer gefordert wird dass Einwanderer Deutsch lernen müssen, es in Wahrheit aber monatelange Wartezeiten für diese Kurse gibt - da sie nämlich sehr wohl nachgefragt werden, aber nicht genug Angebot da ist. Wenn nun ein Migrantenkind in eine deutsche Grund- oder Hauptschule eingeschult wird und kein Wort Deutsch spricht da keine Ressourcen für Deutschkurse vorhanden sind, dann ist ein Scheitern dieser Schulkarriere schon mal vorprogrammiert.
Dabei würden sich verstärkte Investitionen hier für den Staat besonders lohnen, da es langfristig weit günstiger ist diese Zuwanderer so früh wie möglich zu fördern als sie in Milieus abgleiten zu lassen in denen sie dann jahrzehntelang als Transferempfänger Geld kosten.
Dass bestimmte Gruppen wie Muslime und Russlanddeutsche aus verschiedenen Gründen besondere Integrationsschwierigkeiten haben ist schon seit vielen Jahren bekannt. Dennoch passiert hier Staatlicherseits immer noch viel zu wenig, das ehrenamtliche Engagement was hier geleistet wird ist da nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Da gibt es unter 100 muslimischen Zuwandererkindern vielleicht einen der's auf das Gymnasium schafft, bei den Meisten ist es schon ein großer und mit viel Kleinarbeit verbundener Erfolg wenn sie den Hauptschulabschluss schaffen und man ihnen eine vernünftige Lehrstelle besorgt, so dass sie einmal für sich selber sorgen können statt die nächsten 30 Jahre Stütze zu beziehen.
Die Schwäche unseres Bildungssystems ist hier meiner Ansicht nach hauptsächlich darin zu finden dass dieses System nicht kompensieren kann was die Eltern zuhause nicht mehr leisten. Es ist ein System das in vielen Strukturen immer noch in den 70er Jahren verhaftet ist, in einem Gesellschaftssystem als der Vater arbeitete und Mutter zuhause war um die Hausaufgaben der Kinder zu überwachen. Wenn dieses System mit Kindern konfrontiert wird deren Eltern sich aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr kümmern können oder wollen, dann haben diese Kinder nur geringe Chancen auf eine gute Bildung. Unser System ist auf Selektion aufgebaut, nicht auf Förderung. Kinder die nicht mitkommen werden nicht gefördert, sondern ausselektiert und abgeschoben auf Bildungs-Schrotthalden wie die Sonderschulen.
Das trifft auch deutsche Kinder aus Problemvierteln mit überforderten Eltern, aber natürlich besonders Migrantenkinder die zusätzlich noch das Problem haben die Sprache nicht zu verstehen. Eine Tatsache ist auch, dass sich unter manchen Migrantengruppen die Eltern eher um die Bildung ihrer Kinder bemühen, während es unter anderen Migranten den Eltern schlichtweg egal ist was der Nachwuchs treibt. Asiaten sind da z.B. in der Regel weniger förderungsbedürftig als Muslime, da ihre Kultur sehr leistungsbezogen und nicht so wissensfeindlich ist wie die jener Herkunftsmilieus aus denen viele unserer muslimischen Zuwanderer stammen.
Genau hier setzt der sarrazine Rassismus falsch an, da er diese Defizite auf ein quasi gottgewolltes biologisches Problem reduziert. Eine Unvermeidbarkeit Marke "die sind halt so". Die Menschen sind aber nicht so, sie kommen lediglich aus Milieus die mit einer westlichen Wissens- und Leistungsgesellschaft nicht kompatibel sind. Sie in unsere Welt zu holen kostet, wie ich eingangs schon erwähnte, eine Menge Zeit, Geld und Personal - das sich langfristig lohnt. Niemand wird dumm geboren und Jeder hat die Möglichkeit ein produktives und wertvolles Mitglied der Gesellschaft zu werden - wenn man ihm nur die Chance und Möglichkeit dazu gibt. Wir müssen auch in einer turbokapitalistischen Welt des Humankapitals wieder lernen und akzeptieren lernen, dass manche Menschen dafür eben etwas mehr Hilfe benötigen als Andere.
Eine Gesellschaft die dutzende und hunderte Milliarden Euro in sinnlose Kriege am Ende der Welt und die Rettung von Bankentürmen verpulvern kann, sollte doch auch dafür die Ressourcen aufwenden können.
Gut gesprochen, How!
Ja ist schon klar und richtig so. Was mich nur stört ist, dass wir immer nur von einer fehlenden staatlichen Leistung reden (das ist durchaus auch so), aber wo bleibt der Wille und die Bringschuld deren, die hier her gekommen sind?
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