Zitat Zitat von Reiner Beitrag anzeigen
So sehe ich das auch. Zuwenig Mittel mit zuwenig Personal bei gleichzeitig steigender "Verrohung" von bestimmten Personenkreisen. Nun, abseits jeder Statistik fällt auf, dass eben bei Gewalt mittlerweile die Hemmschwelle gefallen ist. Auch und besonders die Hemmschwelle vor massiver körperlicher Gewalt. Siehe das aktuelle traurige Beispiel in der Berliner U-Bahnstation.

Ach wie zufällig wiedermal Jugendliche aus dem Kreis der Mikranten, ach wie zufällig wiedermal kein Einhalten wenn eine Person bereits hilflos auf dem Boden liegt.

Besonders Letzteres ist die traurigste Beobachtung, die mir auch altgediente Polizisten so bestätigen: Früher wurde wenigstens aufgehört mit dem Zuschlagen und Attackieren, wenn jemand sich nicht mehr wehren konnte. Dann hatte man obsiegt und gut war. Doch heute wird mit äußerster Brutalität einfach weiter draufgeprügelt, billigend in Kauf genommen, dass nachher jemand nicht mehr aufsteht.
Die Gefahr bei der Migranten-Argumentation ist aus meiner Sicht dass man es sich hier sehr schnell viel zu einfach macht das komplexe Problem der Jugendkriminalität auf biologistische Vorherbestimmung abzuschieben - "Der Moslem kann halt nicht anders als zuschlagen, das hat er in seinem anatolischen Bauerndorf ja auch nicht anders gelernt". Das ist die Thilo Sarrazin-Schiene, solche Menschen sind an echten Lösungen nicht interessiert.

Es gibt allerdings auch urgermanische jugendliche Intensivtäter - die Mörder von Dominik Brunner waren z.B. keine Migranten - wie es auch Migrantengruppen gibt die sogar eine niedrigere Kriminalitätsrate aufweisen als die Inländer.

Der Migrantenstatus alleine macht also niemanden zum Schläger und erlaubt auch keine ehrliche Problemanalyse sowie die daraus resultierende Entwicklung von Lösungen und Strategien zur Bekämpfung dieser Kriminalität. Das Jugendstrafrecht alleine ist dazu nur ungenügend in der Lage, es gibt nach 60 Jahren noch nicht mal ein Gesetz welches z.B. regelt wie Jugendliche in Jugendhaft verwahrt und therapiert werden müssen. Da kocht jedes Bundesland sein eigenes Süppchen und Viele sperren die Kids einfach weg nur um sie dann - noch gefährlicher - in einigen Jahren wieder auf die Allgemeinheit loszulassen. Dabei ist die Chance einen Kriminellen mit entsprechender Unterstützung wieder auf die rechte Bahn zu bringen umso größer je jünger die Person ist. Wenn ein Karrierekrimineller mit 16 bereits dutzende schwere Straftaten auf dem Buckel hat ohne dass sich ein vernetztes Team aus Polizei, Justiz, Sozial- und Jugendbehörden einmal ernsthaft damit auseinandesetzt, dann ist es bereits zu spät. Ein paar Stunden Müll aufsammeln für einen Kieferbruch bringen solche Kids nicht wieder auf die rechte Bahn zurück und dokumentieren nur die Hilflosigkeit unseres Staates.