Ich unterbreche meinen Urlaub für eine Eilmeldung: Paul ist einer der witzigsten Filme, die ich seit langem im Kino gesehen habe. Vor allen für Fans von SF-Filmen ein Pflichttermin; es gibt sehr viele Hommagen und Referenzen, einige davon sehr offensichtlich, andere etwas versteckter, aber alle sehr gelungen und nie auf tiefem, sondern immer ehrwürdigem Niveau. Die beiden Geeks sind einerseits sehr authentisch, andererseits durchaus liebevoll dargestellt, und wirken keinesfalls wie Deppen oder Loser. Auch Paul wurde - sowohl von den Effekten her als auch stimmlich, dank Seth Rogen - sehr gut und überzeugend dargestellt. Es gibt zahlreiche wirklich witzige Szenen, wobei der Humor neben den Genre-Referenzen vor allem sehr dialogbezogen ist, und einige herrliche Pointen zu bieten haben. Dabei fehlt es dem Film aber dennoch nicht am nötigen Herz, damit uns die Figuren ans - nun - Herz wachsen.
Humor ist natürlich etwas sehr subjektives, drum bin ich grade bei Komödien mit Sehempfehlungen immer vorsichtig. Aber gerade Genrefans sollten hier eigentlich mehr als genug entdecken, um gut unterhalten zu werden. Wenn ihr die Gelegenheit habt, und Science Fiction mögt (und die größeren Klassiker der letzten Jahrzehnte kennt), solltet ihr euch diese unheimliche Begegnung der dritten Art nicht entgehen lassen!
8-9/10
PS: Poster, Filminfos, Links, Trailer und Inhaltsangabe (also der übliche Schnickschnack) folgen, sobald ich aus dem Urlaub zurück bin...







Zitieren
Wie Corny schon sagt, ist Humor etwas sehr Subjektives. Aber irgendwie fand ich den Film insgesamt einfach nur lahm. Weder die Gags noch die Handlung haben so richtig gezündet. Dabei finde ich fast alles, was Simon Pegg und Nick Frost bisher gemacht haben, ziemlich genial und einzigartig. "Shaun of the Dead" und "Hot Fuzz" stehen auf der Hitliste meiner Lieblingsparodien ganz oben. Ohne die beiden hätte ich mit "Paul" wahrscheinlich überhaupt nichts anfangen können. Aber schon wegen des urkomischen Mimenspiels dieses schrägen Duos hab ich dann doch bis zum Schluss durchgehalten. Der Film versucht zwar immer wieder, sich mit zahlreichen Genre-Zitaten und pseudo-kultigen Cameos über seine Belanglosigkeit hinwegzuretten, aber sogar der Auftritt einer meiner Lieblingsschauspielerinnen wirkte irgendwie verschenkt. 

Wir sind sowas wie Walter Matthau und Jack Lemmon - ein "seltsames Paar", aber trotzdem unzertrennlich.
Hab das jetzt grad erst gelesen, als ich mich auf mein Paul-Review vorbereitet habe. Ja, die Charakterisierung triffts 
Als Lesezeichen weiterleiten