Das ist eine epische Photoshop-Grafik.
Ich habe mir Gestern The Thing (2011) und The Thing from another world (1951) das erste Mal angesehen - hintereinander. Beide Filme würde ich als rundherum durchschnittlich einordnen, was bedeutet dass man sich deren Konsum getrost schenken und stattdessen noch einmal die in allen Belangen überlegene Carpenter-Version reinziehen kann. Der Film von 1951 hat dabei immerhin die Entschuldigung dass er 60 Jahre alt ist und seine gesamte Inszenierung schlafatmig langsam und hausbacken ist, so wie das bei den filmischen Möglichkeiten des B-Movies damals eben der Fall war. Im Vergleich zu anderen Scifi-B-Movies jener Tage kommt dieser Streifen sehr gut weg, was vermutlich das sehr hohe IMDB-Rating erklärt. Einem aktuellen Vergleich hielte dieser Film allerdings entgegen wirklich zeitloser Klassiker (wie z.B. 2001) nicht stand und einen Nostalgiebonus nur wegen schwarz-weiß gibt es bei mir grundsätzlich nicht. Immerhin verfügt TTfaw über ein pfiffiges Darstellerpaar in Form des Captains und seiner Angebeteten, diese Szenen passen allerdings überhaupt nicht in einen Suspense-Film und hätten in ihrer typischen 50er Jahre Leichtigkeit besser in eine Screwballkomödie gepasst
The Thing (2011) hat diese Ausrede mangelnden Budgets und filmischer Möglichkeiten nicht, immerhin sind zwischen dieser Version und Carpenters wieder 30 Jahre vergangen, so wie schon zwischen der Carpenter-Version und dem Original aus den 50ern. Die CGI-Technologie führte dabei leider zu einem gehörigen Rückschritt, denn die von den Studiobossen aufoktroyierten CGI-Monster kommen in keiner Szene an den Realismus und Ekelfaktor der Animatronikmonster heran welche von den Carpenter-Effektspezialisten in liebevoller Handarbeit animiert wurden. Der Film ist allgemein deutlich weniger blutig und somit familienfreundlicher als der Vorgänger. Alles wirkt etwas glatter. Davon abgesehen ist es das übliche Abspulen der 10 kleine Jägermeister-Masche, wie sie eigentlich bei den meisten Klonen der Genrereferenzen Alien / The Thing (1982) der Fall ist. Eine wirklich originelle Idee oder wenigstens etwas Neues dass wir nicht schon vor 30 Jahren gesehen haben kommt im ganzen Film nicht vor, der weibliche Charakter wirkt wie eine bemühte Kopie von Ellen Ripley, erreicht aber zu keinem Zeitpunkt Sigourney Weavers physische Präsenz (dafür ist Mary Elizabeth Winstead einfach zu schnuckelig - ein klassisches Fehlcasting für die Hauptrolle). Auch das Ende vermag mich wenig zu überzeugen und erinnert ein wenig an eine Mischung aus Predator 2, dem ersten Akte X-Film und The Arrival. Dabei hätte sich hier durchaus die Möglichkeit geboten von der Handlung der beiden Vorgänger (Alienmonster löscht Besatzung einer Polarstation aus) abzuweichen, dafür hätte der Szenenwechsel zumallerdings früher erfolgen müssen als in den letzten 10 Minuten.Achtung Spoiler!
Fazit:
Wie auch schon "Conan" ein weiterer uninspirierter Reboot eines 80er Jahre Klassikers der auf Nummer Sicher geht und es damit versäumt der Filmreihe etwas Neues hinzuzufügen.
Bewertung:
6 / 10 (The Thing 2011)
5 / 10 (The Thing from another world, 1951)






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