Der Pate ist Prequel und Sequel zugleich, die virtuose Zusammenfügung dieser Szenen, wie sie sich gegenseitig komplimentieren und ein Bild vom Vater zum Sohn zeichnen und ihre Unterschiede beleuchten - insbesondere wenn man bedenkt dass Michael im ersten Teil als der "gute" Sohn vorgestellt wird und wesentlich bösartiger endet als sein Vater - ist mit ein wichtiger Baustein dessen was diesen Film zu einem Meisterwerk macht (welches den Vorgänger nicht zu scheuen braucht) und zu einem der besten Filme aller Zeiten. Ich kenne keinen anderen Film der das Stilmittel der Rückblende so kunstvoll verwendet, auch wenn es hier immer wieder sehenswerte Experimente gibt (in Memento zum Beispiel).
Von Peter Jackson erwarte ich mir auch keine Revolution der Filmkunst, sondern eine Fortsetzung seiner Qualitätsarbeit wie wir sie von Herr der Ringe gewohnt sind. Da eigentlich kein Fantasyfilm der Post-HDR Ära an die Mittelerde-Saga heranreicht und viele oft wie eine bemühte Kopie wirken (Narnia, Eragon etc.) ist die Zeit mehr als reif dafür. Von Ridley Scott erhoffe ich mir dass er an die Kultfilme seiner Frühphase wie eben Alien oder Blade Runner anschließen kann, mindestens aber an die Qualitätsarbeit die er später immer mal wieder abgeliefert hat (wie Black Hawk Down oder Gladiator). Auch hier, bei den ganzen einfallslosen Alien-Klonen und lieblosen Fortsetzungen (AvP) der letzten Jahre, wäre die Zeit reif für ein "back to the roots".
Die anderen Franchises (Batman, Avengers usw.) interessieren mich einfach nicht genug als dass ich dafür Vorfreude empfinde. 90 % der Blockbuster sind doch Heute zum Anschauen und sofort wieder vergessen, was ja auch nicht per se schlimm ist, aber monatelang den Tag herbeisehen muss ich sie nicht. Das letzte Mal dass ich mich wirklich vorgefreut hatte war 2009 auf Star Trek.






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