Anscheinend bin ich allein mit diesem "Problem".
Fußnote: nachdem ich vorgestern oder so zum ersten Mal ernsthaft auf Arcade Fire neugierig geworden bin (ich denke, ich habe schonmal erwähnt, dass ich unter einem Stein lebe und mich daher auch die "angesagtesten" Sachen erst mit einigen Jahren Verspätung erreichen), habe ich ein wenig rumgegoogelt und bin immer noch bzw. noch mehr angetan von der Band. Weniger angetan bin ich von dem blödsinnigen und nervtötenden Coolness-/Hipnesszwang, der anscheinend (okay, das überrascht mich nicht wirklich) unter Musikfans immer noch genauso grassiert wie vor zwanzig Jahren, als mich genau dieses Phänomen davon abgehalten hat, mich überhaupt mal eingehender mit Musik zu beschäftigen. Das war mir damals zu blöd und ist es mir heute immer noch. Da vergeht mir ja fast die Vorfreude (mit der ich sowieso vorsichtig sein sollte, vielleicht klappt es ja nicht) auf meine beiden Radiohead-Konzerte Mitte dieses Jahres.
Das ganze ist umso blödsinniger, als die Protagonisten dieser krampfhaften Identitätsdemonstrationen keine Teenager mehr sind... Könnte man mit Mitte Dreißig nicht langsam mal anfangen, Musikhören als Musikhören zu verstehen statt als Demonstration einer überlegenen Lebensweise?
Da lobe ich mir doch unseren Musikthread hier im Forum, wo - zumindest in weiten Teilen ;-) - die Anhänger verschiedenster Musikrichtungen friedlich nebeneinander posten.





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So ungewöhnlich ist dein Musikkaufverhalten nicht. Das kenn ich von mir genauso - zumindest aus den Zeiten, in denen ich noch mehr CDs gekauft habe. Inzwischen bin ich sehr wählerisch und habe eh bereits eine ziemlich große Sammlung, die jede Menge Platz wegnimmt. Also nutze ich schon aus ganz praktischen Gründen hauptsächlich die digitalen Quellen. Ich denke mal, das "Musikkaufverhalten" heutzutage lässt sich meistens so beschreiben: Torrent laden, mp3-File auf Player kopieren, anhören, vergessen. Alternativ dazu gibt's noch Youtube, lastfm u.a. Streaming-Angebote, auf denen man sich das meiste Zeug kostenlos reinziehen kann. Mir ist dieses Überangebot irgendwann zu viel geworden und ich höre inzwischen mehr Radio oder eben die Alben aus meiner alten Sammlung. Könnte noch einiges mehr zu diesem ziemlich interessanten Thema schreiben, aber da du eine schnelle Antwort willst, muss die Kurzversion erstmal reichen. 

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