Puhhh, und ich dachte schon, meine grauen Zellen wären inzwischen durch zu viel US-Serienkonsum so stark abgebaut, dass ich dieses hyper-intellektuelle Slowmo-Kunstwerk nicht mehr gepeilt habe.Aber wenn es auch dir so erging, bin ich ja beruhigt. Also, für mich war DKAS einer der langweiligsten Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Dabei gab es jede Menge gute Einzelszenen, solide schauspielerische Leistungen, einen angenehm dezenten Soundtrack, liebevoll ausgearbeitetes Set-Design, stimmige Cinematografie... Allerdings hat all das für mich kein großes Ganzes ergeben, an dem ich mich erfreuen konnte. Viel mehr ist es eine Ansammlung mehr oder weniger gelungener Versatzstücke, die nicht konsequent zusammengeführt wurden.
Nachdem ich mit einiger Mühe bis zum Schluss durchgehalten hatte, fragte ich mich, wozu eigentlich all das pseudo-komplizierte Gewurschtel nötig war. Letztlich schien es doch um eine relativ simple Geschichte zu gehen. Einen vielschichtigen Verschwörungs-Plot konnte ich nicht erkennen und auch die Charakterentwicklungen blieben sehr überschaubar. Die Auflösung war so vorhersehbar wie unspektakulär - zumindest dann, wenn man sich von all dem verworrenen Gelaber zwischendrin nicht ablenken ließ. Wirklich Sinn würde der Film für mich nur machen, wenn er auch fortgesetzt wird. So wie die gleichnamige britische Miniserie mit Sir Alec Guinness, in der uns im Anschluss zu "Tinker Tailor Soldier Spy" der Nachfolger "Smiley's People" präsentiert wurde. Zusammengenommen könnten diese beiden Teile dann vielleicht doch noch eine ganz interessante Geschichte ergeben - vorausgesetzt, der nächste Film ist fokussierter und konstanter inszeniert. Insgesamt hatte ich nämlich den Eindruck, dass Tomas Alfredson es zwar gut gemeint hat, aber dieser kreativen Herausforderung letztlich (noch) nicht gewachsen war.
Ich glaube, das Lob der Kritiker kommt vor allem dadurch, dass dieser Film betont klassisch und bedächtig realisiert wurde. Sowas erfreut den Feuilleton zumeist, weil man derartige Werke leicht mit dem Intellektuellenbonus versehen kann. Wer DKAS zu langatmig fand oder die Handlung nicht kapiert hat, ist dann eben einfach zu doof dafür und sollte besser wieder "Transformers" schauen. Das sind zumindest die Reaktionen, die man von der selbsternannten Online-Elite in diversen Kommentaren und Postings als Reaktion auf Kritik an dem Film bekommt.
Fazit: Für DKAS vergebe ich 6 von 10 Retro-Hornbrillen.![]()






Aber wenn es auch dir so erging, bin ich ja beruhigt. Also, für mich war DKAS einer der langweiligsten Filme, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Dabei gab es jede Menge gute Einzelszenen, solide schauspielerische Leistungen, einen angenehm dezenten Soundtrack, liebevoll ausgearbeitetes Set-Design, stimmige Cinematografie... Allerdings hat all das für mich kein großes Ganzes ergeben, an dem ich mich erfreuen konnte. Viel mehr ist es eine Ansammlung mehr oder weniger gelungener Versatzstücke, die nicht konsequent zusammengeführt wurden.
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