Ich muss leider sagen: Kein großer Verlust. Die 2. Staffel war größtenteils so mies und banal, dass ich mich die meiste Zeit durchquälen musste oder sie nur nebenbei laufen hatte. Echt schade um eine Serie, die mal interessant gestartet ist und einiges an Potential hatte. Immerhin wurde die 2. Staffel aber nicht mit einem großen Cliffhanger beendet und man hat diesmal wirklich erfahren, wer Rosies Mörder ist. Die gesamte Handlung rund um den Fall und um Familie Larsen konnte abgeschlossen werden. Die letzte Episode war unter'm Strich sogar eine der gelungensten der gesamten Staffel. Für mich gab es am Ende keine großen offenen Fragen, die nicht sowieso bereits in den zahlreichen Logiklöchern der Drehbücher verschluckt wurden.
Vielleicht hätte AMC "The Killing" retten können, indem sie Veena Sud gefeuert und einen neuen, fähigeren Showrunner angeheuert hätten. Aber die gibt's ja auch nicht wie Sand am Meer. Und wahrscheinlich wollte man Veena zumindest noch eine weitere Chance geben, ihre (Un)Fähigkeiten zu beweisen. Bei "Cold Case" mag sie solide Arbeit geleistet haben, aber mit dem episodenübergreifenden, verschachtelten, stark charakterlastigen Konzept von "The Killing" schien sie größtenteils überfordert zu sein. Ich hoffe, AMC beweist bei der Besetzung des nun frei gewordenen Sendeplatzes ein besseres Händchen - sonst gehen ihnen langsam die Qualitätsserien aus, denn die meisten Neustarts seit "Mad Men" und "Breaking Bad" wurden entweder bereits abgesetzt ("Rubicon") oder sind nur Durchschnittsware ("The Walking Dead", "Hell on Wheels").






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