Der ZDJ befiehlt, der Bundestag liefert. "Demokratie" wie geschmiert:
Quelle: Entschluss des Bundestags zur Beschneidung - Legal und möglichst schmerzfrei - Politik - sueddeutsche.deEntschluss des Bundestags zur Beschneidung Legal und möglichst schmerzfrei
Das Ziel des Entschließungsantrages von Koalition und SPD ist klar: Die religiöse und fachmännische Beschneidung bei Jungen soll per Gesetz legalisiert werden - und zwar schnell. Jüdisches und muslimisches Leben "müsse weiterhin in Deutschland möglich sein". Die Linke fühlt sich übergangen, die Grünen kritisieren ein "Hauruckverfahren".
Im Konflikt über die Beschneidung von Jungen will der Bundestag schnell für Rechtssicherheit sorgen. In einer Entschließung forderte das Parlament die Bundesregierung am Donnerstag auf, im Herbst 2012 einen Gesetzentwurf vorzulegen, "der sicherstellt, dass eine medizinisch fachgerechte Beschneidung von Jungen ohne unnötige Schmerzen grundsätzlich zulässig ist".
Die von CDU/CSU, FDP und SPD eingebrachte Resolution wurde mit großer Mehrheit bei einer Reihe von Gegenstimmen und Enthaltungen beschlossen.
Ich finde diese Formulierung wunderbar orwellianisch - "ohne unnötige Schmerzen" - die mit der Verstümmelung einhergehenden Schmerzen (welche es immer gibt, selbst wenn das Ganze "medizinisch fachgerecht" durchgeführt wird) werden ergo als nötig angesehen.
Natürlich nur, wenn es sich um Jungen handelt. Dieselben Personen würden sich entrüsten, ginge es darum, Mädchen "nötige" Schmerzen zuzufügen.
Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschla...chneidung.htmlDie Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes warnte vor der Gefahr, dass ungewollt auch bestimmte Formen der weiblichen Genitalverstümmelung legalisiert werden könnten. SPD-Fraktionsvize Lambrecht versicherte hingegen: "Genitalverstümmelung von Mädchen hat nichts, aber auch gar nichts mit der Beschneidung von Jungen zu tun."
Was diese Gesetzesinitiative gegen die überwältigende Meinung der Fachleute (Ärzte und Juristen) einmal mehr zeigt ist, welche enorme Macht Religion in unserem Staat nach wie vor hat - auch abseits der beiden christlichen Kirchen, selbst wenn sie alleine die Interessen einer winzigen Minderheit vertritt (ca. 40.000 orthodoxe Juden, das sind 0.05 % der Bevölkerung). Deshalb bin ich für strikte Trennung von Staat und Religion - keinerlei Steuervergünstigungen und Subventionen, keine Priester, Rabbis und Imame in Ethik- und Rundfunkräten, keine Pfaffen im Bundespräsidentenamt.





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