Verdammich nochmal.
Nach dem großartigen Comic Con Teaser hatte ich wohl zu hohe Erwartungen in Gareth Edwards und sein Team. Godzilla (2014) ist kein schlechter Film, aber wenn die Monster mehr Charakter als die menschlichen Hauptfiguren haben, dabei aber kaum im Film bzw. im Bild sind, läuft etwas falsch. Klar, der Film ist sicher ganz schön teuer gewesen und teilweise sieht man es auch. Natürlich darf man auch keinen käsigen Streifen mit Darstellern in Gummikostümen erwarten, die sich 30 Minuten durch Miniaturstädte kloppen. Aber verdammich nochmal wenn zum fünften Mal zu einem Reporter geschwenkt wird, der live von Monsterkämpfen außerhalb der Kamera bzw. klein im Hintergrund und hinter vielen aufgewirbelten Staubwolken versteckt, berichtet.
Wenn Edwards eine menschlichere Geschichte erzählen wollte, dann hat er meines Erachtens kräftig versagt. Der Schwerpunkt bleibt im ganzen Film über auf den menschlichen Figuren, inkl. erzwungenem Familiendrama. Da angelt man sich Bryan FUCKING Cranston und speist ihn, den Darsteller, der den Film vielleicht hätte tragen können, in einer kleinen Nebenrolle ab. Hauptfigur ist Soldat Ford Brody, gespielt von einem ausdrucksschwachen Aaron Tyler-Johnson. Ken Watanabe darf dann eine Reihe von Glückskeksphilosphien abspulen und das war es dann auch schon in der Charakter- und Darstellerriege, auf die der Film gut und gerne 90 Minuten verschwendet. Stimmt denn wenigstens der Payoff am Ende? Ja, der Finalfight ist ganz gut und irgendwie auch befriedigend, davor hätte es aber an mehr monströsen Highlights bedurft.
Ich vergebe vorerst mal großzügige 6 von 10 Godzillabrüller. Vielleicht gefällt mir der Film später auf DVD besser, aber ich bezweifle es. Verdammich nochmal.
PS: Das Sounddesign ist verdammt gut.





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