6 von 10 scheint mir angemessen für die ersten beiden Folgen. Es erinnert an die typische Scifi-Channel Durchschnittskost der letzten Jahre (SGU und Co.), hat aber wie auch diese Serien noch Potenzial nach oben. Wenn die Serie die erste Staffel überleben will, muss sie sich aber noch steigern. Der Pilot wurde von 2.7 Mio Zuschauern gesehen, die zweite Episode von 2.4 Millionen, das entspricht dem Start von Stargate Universe - man wird sehen wie sich die Quoten über die Staffel entwickeln. Bei SGU pendelten sich die Quoten schnell bei etwa 1.5 Mio für die erste Staffel ein, die zweite Staffel wollten dann nur noch 1 Mio Zuschauer sehen.
Dass die CGI keine Game of Thrones-Qualität haben dürfte einfach an den Budgetbegrenzungen liegen. Der Syfy-Channel kann eben keine 7 Millionen pro Folge verballern, sondern nur um die 2 Millionen. Die Effekte sind auf einem ähnlichen Niveau wie andere Syfy-Serien, z.B. die Stargate-Reihe. Insbesondere bei den Greenscreen-Szenen fühlte ich mich ein wenig an Babylon 5 zurückerinnert, aber diese Szenen lassen sich einfach nicht vermeiden da die "Außeneinsätze" eben in einer terraformten Welt stattfinden und nicht der original Kanadische Nadelwald dafür herhalten kann, wie es bei Stargate oder Battlestar jedes Mal der Fall war.
Der Soundtrack erinnerte frappierend an Battlestar und konnte damit leider keine eigenen Akzente setzen. Zwar hat jeder Komponist seinen eigenen, unverkennbaren Stil und recycled gerne mal Teile der eigenen Themes, bei Defiance fühle ich mich aber im Kampfstern, die Musik ist somit eher ablenkend da sie mich mehrmals in jeder Episode an eine bessere Serie erinnert.
Die Schauspieler machen ihren Job, da gibt es nichts zu meckern. Einige der Casting-entscheidungen finde ich sogar recht interessant, z.B. Mia Kirshner als Bordell-Besizerin. Hier wird es darauf ankommen, wie überzeugend Grant Bowler den Han Solo / Mal Reynolds geben kann.





Zitieren

Als Lesezeichen weiterleiten