Meinung: Meine Befürchtungen nach der vorigen Folge sind zwar in irgendeiner Form wahr geworden und im Prinzip arbeitet die 5. Staffel auf einen riesengroßen Reset hin, trotzdem funktioniert das Finale nicht nur für die Staffel selbst, sondern rückblickend für die ganze Serie ganz gut. Alles hat mit Walter und einem kleines Jungen, die zusammen durch ein weißes Licht marschieren angefangen, alles endet mit Walter und einem kleinen Jungen, die händehaltend durch ein weißes Licht marschieren. Es gibt viele emotionale Momente, viele (verkrampfte) Rückbezüge zu den Folgen aus den vorigen Staffeln, einen sehr bequemen Todesfall, der dann das Ende möglich macht und eine actionreiche, aber nicht alllzu toll inszenierte Finalkonfrontation.First, the Fringe team engages a desperate plan as Olivia embarks on a dangerous and otherworldly journey into the unknown. Then, Peter, Olivia, Walter, Astrid and Broyles face off against the Observers in one final and extraordinary battle for the fate of mankind.
Mit "Fringe" war es nicht immer einfach. Am Anfang viel zu viele Hit&Miss Standalonefolgen. Ein episodenübergreifender Handlungsbogen mit unendlich Potential, der größtenteils nicht in die Gänge kommen durfte. Diverse Resets, sowohl bei Handlung, als auch Figuren. Peter, der immer, wenn er gerade als Charakter interessant wurde, wieder in den Ausgangszustand zurückbefördert wurde. Und, und, und... Trotzdem stellt die Serie wohl mit das Beste, was man vom Network-TV heutzutage erwarten darf, dar und man wohl im Genre in dieser Form und Qualität so schnell nicht mehr zu Gesicht bekommt. Danke für 100 überwiegend unterhaltsame Folgen und Kudos für den exzellenten John Noble.



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- aber beim "Fringe"-Finale ist es nun tatsächlich so. Leider. Insgesamt bin ich von der gesamten 5. Staffel enttäuscht und vor allem der Abschluss konnte nicht überzeugen. Alles war so vorhersehbar und banal, es gab kaum Aha-Momente oder irgendwelche herausragenden Ideen. Die zwei Episoden plätscherten komplett vorhersehbar auf ihr Ende zu. Und die einzige Spannung, die bei mir entstand, war das Warten auf Überraschungen - doch bis zur letzten Szene gab es davon keine einzige. Von "Fringe" ist man großartige WTF-Momente gewöhnt. Abgefahrene Ideen, die zwar nicht immer Sinn ergeben, aber jede Menge Spaß bringen. Klar, die Sache mit den Rückbezügen zu den früheren Folgen bot einige nette Szenen, hinterließ bei mir jedoch keine starke Wirkung. Vielleicht lag das daran, dass mir der Angriff auf die Observer ziemlich egal war, weil ich sie nie als ernsthafte Bedrohung empfand. Die ganze Staffel über ist es dem Fringe-Team so gut wie immer irgendwie gelungen, sich an diesen schrulligen Glatzköpfen vorbeizumogeln, ihr löchriges Sicherheitssystem (falls sie überhaupt eins hatten
) auszutricksen und auch ansonsten ziemlich ungestört ihren rebellischen Aktivitäten nachzugehen. Da fragt man sich ernsthaft, wie diese Observer-Schluffies es geschafft haben sollen, innerhalb weniger Jahre die ganze Menschheit zu unterjochen. Klar, sie haben diese telepathischen (?) Fähigkeiten, mit denen sie Augen bis fast zum Platzen und Nasen zum Bluten bringen können. Doch dieses Phänomen haben wir immer nur beim Foltern einzelner Personen erlebt. Es gab keine Szene, in der die Observer z.B. eine größere Gruppe Menschen gequält/kontrolliert und damit ihre Macht präsentiert haben.

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