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Auch wenn die ganz großen Höhepunkte noch fehlen mögen und ich etwas Spannung vermisse - ich bin einfach in dieser Staffel immer noch etwas ratlos, wo sich das ganze hinbewegt (in den ersten beiden Seasons hatte ich da doch eher einen Eindruck vom Weg, der uns bevorsteht - wenn sich dieser auch manchmal als falsch herausstellen sollte *g*) - hat mich auch die zweite Folge wieder sehr gut unterhalten.
Gut, dass du diesen Punkt ansprichst. Habe es auch schon in anderen Foren gelesen. Du hast recht. In Staffel 1 (Murder Mystery) und 2 (Angriff auf Kings Landing durch Stannis) gab es jweils recht klare Ziele. In Staffel 3 ist bis jetzt noch nicht wirklich erkennbar, wo die ganzen Handlungsstränge hin- bzw. zusammenlaufen werden. Auch tauchen einige Elemente wiederholt auf. Während es bei Daenerys sofort ein klares, vorrangiges Ziel gibt, irrt Arya noch immer durch die Flusslande und wird von jeder Gruppierung, die sie unterwegs trifft gefangen genommen. Man könnte hier eine Tendenz erahnen. Mit Jaime ist es fast dasselbe. Wohin soll Robbs Feldzug gegen die Lannisters führen? Und was ist das zentrale Motiv der Staffel? Das ist alles etwas losgelöst von einander.

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Was mich allerdings wundert - und fragt mich nicht, warum mir das erst bei dieser Folge aufgefallen ist: Haben die Starks denn so überhaupt keine Spitzel und/oder Verbündete in Kings Landing? Ich meine, die gehen ja immer noch davon aus, dass beide Mädchen in Kings Landing festgehalten werden, und wollen den Kingslayer (da sie ihn ständig nur mehr so nennen habe ich doch tatsächlich gerade seinen Namen vergessen!) gegen sie tauschen. Dabei ist Arya schon Ende S1 von dort abgehauen, und Sansa war ja keine Gefangene sondern sollte Jeoffrey eigentlich heiraten und seine Königin werden. Irgendwie seltsam.
Wahrscheinlich nicht. Hey, das ist nicht so weit hergeholt. Schließlich hat Ned sogar Littlefinger vertraut, der von sich selbst gesagt hat, dass man ihm nicht trauen solle. Und welcher Dummkopf vertraut schon Littlefinger? Oh...

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Aber zurück zur Folge an sich. Mit Bran gings auch weiter - inklusive stimmlicher Mini-Cameo von Sean Bean. Sollten wir den jungen Mann, auf den er in seinem Traum und danach in der Wirklichkeit trifft, kennen? Irgendwie kommt mir der bekannt vor.
Nein, ist der erste Auftritt der Geschwister Reed. Bran ist wie der Wildling-Pirat Ragetti Orell ein Warg und kann in die Haut seines Schattenwolfes schlüpfen. Hat man bisher in der Serie arg vernachlässigt.

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Es betrifft keinen Handlungsstrang direkt, sondern die ganze Folge, aber... es gab ein paar tolle Dialoge; teils witzig, teils einfach auch nur schön geschrieben. Inwieweit diese auf die Buchvorlage zurückzuführen sind oder der von tubbacco oftmals so gescholtenen Vanessa Taylor anzurechnen sind, kann ich natürlich nicht beurteilen. Es fiel mir einfach nur bei dieser Folge wieder einmal besonders stark auf.
Tja, seltsamerweise habe ich diesmal nicht viel an Vanessa Taylors Schreibe auszusetzen, mal abgesehen von Talisa. Schon klar, in einer mittelalterlichen Feudal-/Klassengesellschaft hätte sich eine junge Adlige natürlich nie vorstellen können zu heiraten. Na, vielleicht ist Volantis in der Serie auch eine moderne Demokratie mit Geschlechtergleichberechtigung usw.

Ich habe keine Ahnung, wie viel innerhalb einer Folge auf das Konto Taylors geht, aber Talisa (die Figur gibt es im Buch nicht) dürfte ihre Eigenkration sein. Allein ihr erster Auftritt auf dem Schlachtfeld, als die kesse Krankenschwester dem König des Nordens mal kräftig die Meinung geigt, ist in der portraitierten Welt völlig Fehl am Platze. Aber das geht ja leider so weiter, wenn sie jedes Mal Robbs Kriegsrat unterbricht um moderne Moralvorstellungen zu vermitteln. Tjaja, das sich Anbiedern an ein bestimmtes Zuschauerklientel... Warum sich dann erst die Mühe machen, eine von Männern dominierte Gesellschaft zu zeigen, wenn man jede Chance nutzt, diese Misstände aufzuweichen? Im Endeffekt schadet man damit mehreren weiblichen Charakteren mehr, als solche modernen Moralaposteln Nutzen haben.

Mit der Catelyn-Szene, die du lobst, habe ich persönlich eigentlich keine Probleme, auch wenn die Geschichte arg dick aufgetragen wurde. Die Kritiker im Netz sprechen von Charaktermord. Liegt vielleicht auch mit daran, da ich kein Fan von Buch-Catelyn bin, aber die Serie hat ihre Rolle von Anfang an sehr auf ihre Mutterrolle beschränkt. Das ist zwar mitunter etwas schade, aber in der Serie können wir nicht ewig Zeit mit Catelyn verbringen oder ihren Gedankengängen seitenweise lauschen. Da braucht es etwas Straffung, damit die Figur bei recht wenigen Szenen pro Staffel nicht allzu wankelmütig erscheint. Manche Buchexperten mögen ihre Gedanken bzgl. Jon Snow und ihre Schuldaufladung als Sakrileg betrachten, aber im Endeffekt ändert sich dadurch nichts, außer, das die Serie Catelyn etwas sympathischer erscheinen lässt. Hätte sie ihre Abneigung gegenüber dem Bastardkind ihres Ehemann dauerhaft aufgegeben, wäre ich auch verärgert gewesen, aber so... Big Deal. No, not really. Etwas anderes ist Robbs Liaison mit Talisa, bei der man munter die Motivation der Figuren geändert hat, weil man sich ein zusätzliches Set und zwei Gastdarsteller für max. zwei Folgen sparen wollte.

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Hab ich einen Handlungsstrang vergessen?
Jon Snow, Samwell Tarly? Ach halt, dort ist ja nichts passiert.