Tag, ich senfe mal wieder und diesmal versuche ich nicht am Ziel vorbeizuschießen

von Wu-chi
Viel schlimmer als Rumsfeld's Aussage finde ich noch immer Schröder's Wortbruch (Die Zusicherung einer 'uneingeschränkten Solidarität' Deutschlands an die USA und deren Nichteinhaltung).
Okay, im großen weltpolitischen Geschehen bin ich nur ein Dummie, aber meines Erachtens bezog sich Schröders uneingeschränkte Solidarität auf die Bekämpfung des Terrors - sprich Al Kaida (oder so) und Co.

Der Krieg gegen den Irak gehört meines Erachtens nicht zur Bekämpfung des Terrors also verdient dieses Vorhaben auch nicht unsere Solidarität. Warum wird das immer in einen Topf geworfen?

Und meiner ganz bescheidenen und persönlichen Meinung nach sehe ich langsam in Bushiboy einen Terroristen. (Ups! Lehne ich mich jetzt etwa zu weit aus dem Fenster? Egal! Meinungsfreiheit :P )
Bush diktiert und fordert und droht. Kleine Frage am Rande. Hat Bush mit der A-Bombe nicht auch Massenvernichtungswaffen? Und was ist mit dem Nordkoreaner?
Ich verstehe nicht, warum die USA sich auf Hussein einschießt.
Auch mir ist klar, dass dieser Mann kein Heiliger ist. Und dass es dem Volk besser gehen würde, wenn er weg wäre, daran zweifle ich auch nicht.
Aber so, wie es momentan angestrebt wird, ist es einfach nicht der richtige Weg!

Gestern kam eine Talkrunde "Berlin Mitte", in der es um den Verteidigungsfall ging. Leider hab ich nicht alles mitbekommen. Zum einen, weil ich den Anfang verpasst habe und zum anderen, weil ich aufgrund einer Erkältung um diese Uhrzeit nicht mehr so aufnahme- und denkfähig war, wie üblich. (Obwohl mir dies auch in gesundem Zustand schon abgesprochen wurde, aber egal....)
Jedenfalls wurde behauptet, Deutschlands "Nein" würde auch den Verteidigungsfall betreffen, sprich, würde die Türkei angegriffen, würde Deutschland nichts machen.
Wann wurde denn das gesagt?
Ich hab Schröders "Nein" immer auf den Irak-Krieg bezogen. Und das halte ich immer noch für richtig.
Ich glaube nicht, dass sich Deutschland im *Bündnisfall* raushalten wird. Wir sind in der UN oder NATO oder wo auch immer und stehen zu unseren Bündnispartnern.

Was den Irak anbelangt: Die USA kümmern sich nicht um die UN und ihre Partner. Sie wollen angreifen. Meinen Böses-Ich fragt sich gerade, ob sie mit diesem Krieg ihrer Konjunktur einen Aufschwung verpassen wollen, denn für den Aufbau sollen ja andere zahlen Aber überhören wir mal mein Böses-Ich.
Und Ich frage mich: Wenn mein Partner in den Rhein springt, warum sollte ich ohne guten Grund hinterher springen?

Sollten wirklich hieb und stichfeste Beweise für ein Verstoß Husseins vorliegen, würde ich dem Kanzler auch nicht böse sein, wenn er sagt, "Okay, unter diesen Voraussetzunge muss ich mein Nein zum Irak-Krieg zurücknehmen." Aber dann müssen wirklich gute Beweise her und nicht irgendwelche ominösen Tonbandaufnahmen, die auch eine Unterhaltung zwischen Messner und dem Yeti sein können. Hat noch jemand von Euch das gestern in SWR 3 mitbekommen

Aber wie sagte mal jemand so schön: Krieg ist immer eine Niederlage.
Wenn Hussein weg soll, der ja erst durch die USA an die Macht kam, dann sollte das nicht im Zuge eines Krieges passieren.

Was die Aussagen Rumsfeld in Bezug auf Deutschland angeht, so kann ich mich nur CaptainJellicos Aussage anschließen.
Am besten ignorieren.

von Gilgamesh
Nein, ich finde Deutschland sollte auf den Tisch hauen, politisch halt.
Und sich damit genauso aufführen wie ein trotziges Kleinkind? Aber nicht doch ^_^
In diesem Fall halte ich es mit dem Sprichwort: Wer lächelt statt zu toben ist immer der Stärkere. Wir sollten allerhöchstens Mittermeier zitierern: "Jo, jo. Passt scho!"
Wenn diese Provokation verpufft, ärgerst sich Rumsfeld mehr.