Zitat Zitat von Thandor Beitrag anzeigen
Juhu, Awards! Nominiert habe ich ja schon, aber ich muss noch was zu cornis Filmrückblick 2013 loswerden. Wie eh und je hat er mich wahnsinnig gut unterhalten und ich habe mich jeden Tag auf die neuen Beiträge gefreut. Ein großer Daumen hoch dafür, ich wüsste nicht wo ich sonstwo ein Lob dafür loswerden könnte.
Oh, vielen Dank dafür! *verlegenschau*

Fürs nächste Jahr dann -> im Kinotagebuch und FilmRückblick-Thread hätte es auch gut reingepasst : http://www.spacepub.net/filme-kino-h...ckblick-15067/. Aber ich nehme solch ein wie Öl runtergehendes Lob wo ich es kriegen kann .

"Runner-Up: "Der Hobbit – Smaugs Einöde" – Als Tauril Kili heilt (und da gibt’s jetzt bitte überhaupt nichts zum Lachen, das ist mein voller Ernst.)"
Das ist der für dich zweitromantischste Moment im Kinojahr 2013?! Da haben dann aber so einige Filme ganz schön was falsch gemacht. Und, ganz ehrlich, ich müsste Silver Linings nochmal dafür anschauen, bin mir aber sicher dass da mindestens eine bis zwei Szenen sind, die das meiner Meinung nach toppen.
Meines Erachtens war 2013 - was sich auch generell in meiner Ansicht wiederspiegelt, dass es eher ein Jahr für deprimierende Filme und Dramen war - eher ein Jahr für "falling out of love" als für "falling in love"-Filme. Konnte wenig (gelungene) Romantik ausmachen. Silver Linings hatte jetzt auch nicht die romantische Szene. Das hätte das Ende sein können, aber da hat mich ja gestört, wie ihre manipulative Art und Weise nie angesprochen wurde, mit der sie sogar den finanziellen Ruin seiner Familie in Kauf genommen hat. "Les Miserables" wäre noch ein Kandidat gewesen, aber die Szenen zwischen Cosette und Marius waren dann halt schon wieder derart theatralisch, überkitscht und überzeichnet, dass es sich letztendlich auch nicht durchsetzen konnte. Und die Szene im Hobbit fand ich einfach wunderschön. Ach ja, und nur zur Sicherheit: An allfälligen Gerüchten ich hätte dieser Szene als Runner Up deshalb den Vorzug gegeben da ich a) selber nicht der größte bin und b) Evangeline Lilly entzückend finde, und mich dies daher im Sinne von wish fulfillment voll angesprochen hat, ist selbstverständlich absolut nichts dran.



Zum "Ohrenöffner des Jahres – der beste Dialog 2013": Hier hatte ich ohne Zweifel den Sieg von Django erwartet, ist Tarantino doch ein Meister des Dialogs. Mit deiner Wertung ist "The Congress" auf meiner Watchlist gelandet.
Es war mit abstand die beste szene aus "The Congress", und die Szene stach für mich auch deshalb so hervor, weil es zwar ein Dialog ist, die zweite Person aber nicht mit Worten reagiert/antwortet, sondern nur rein mit ihrer Mimik. Daher stach es für mich halt hervor. Zudem war das so ein Moment, wo ich gleich danach wusste, dass ich gerade eine der besten Szenen des Kinojahres gesehen habe.

Dass Lincoln nur auf Platz 21 landet, ist schon überraschend. Klar, so ein Ranking ist immer wahnsinnig subjektiv. Aber der soll schlechter als der Zauberer von Oz gewesen sein? Schwer verdaulich. Da kann ich deine Meinung nicht teilen, respektiere aber deine Argumentation bei den beiden Filmen. Und hey, alles in allem kann ich, soweit ich die Filme kenne, mit deiner Wertung leben. Sie ist jedenfalls weitaus verständlicher als die von Illuminat, unserem most frequent visitor in den Box-Kommentaren.
Tatsächlich habe ich Lincoln im Zuge des Jahresrückblicks von 9 auf 8 abgewertet. Ich finde ihn nach wie vor sehr gut, aber das verdankt er in erster Linie Daniel-Day Lewis Performance. Der Film an sich ist in allen anderen Aspekten - Drehbuch, Regie - IMHO jetzt nicht unbedingt so überragend. Zudem fehlt einem als Europäer halt auch ein bisschen der Bezug zur Geschichte; wenn sich diese natürlich auch wie im Fazit des Reviews erwähnt durchaus auf andere Diskriminierungen und/oder Unterdrückungen anwenden lässt. Aber so richtig hängen geblieben ist mir bei ihm halt, im Vergleich zu anderen Filmen, nicht so viel. "Oz" fand ich einfach nur bezaubernd. Er war, so seltsam das auch klingen mag, auf moderne Art und Weise nostalgisch. Das hat mir halt gefallen. Zudem finde ich, dass er "Der zauberer von Oz" aufwertet. Mehr kann man von einem Prequel nicht wirklich erwarten .

Letztendlich ist "oz" für mich also deshalb besser, weil es ihm eine Ecke besser gelungen ist, das zu erreichen was er erreichen wollte. Darum gehts mir letztendlich bei einem Film. Dass "Lincoln" zweifelsfrei der anspruchsvollere der beiden ist, ist dabei für mich letztendlich unerheblich. Ich beurteile jeden Film immer danach, was er sein wollte, und wie gut ihm dies gelungen ist. Drum kann eben in einem Kinojahr dann schon mal "Kick-Ass" vor Filmen wie "The Road", "Inception", Shutter Island" und "Moon" an erster Stelle landen .

Aber da, dass das alles natürlich immer schrecklich subjektiv ist, steht außer Frage.

Und noch ein kurzer Kommentar zu deiner Anmerkung bei der Nominierung: Bei den Frauen musste ich krampfhaft überlegen, welche ich aus den Top 5 draußen lasse, was eine wirklich schwere Entscheidung war. Bei den Männern war's schon so dass ich eine weile überlegen musste, bis ich die fünf zusammenhatte. 1-3 waren klar, aber 4 und 5 hätten in manch anderen Jahren wohl keinen Platz gefunden, und insgesamt schätze ich die zehntstärkste weibliche Performance höher/stärker ein als die fünftstärkste männliche. Die Damen hatten heuer wirklich ein außergewöhnlich starkes Jahr.