Hmmm, irgendwie hat "Hannibal" in den letzten beiden Episoden ("Yakimono" & "Su-Zakana") etwas geschwächelt. Das fällt umso mehr auf, weil die erste Hälfte der neuen Staffel ansonsten größtenteils sehr stark gewesen ist. In "Yakimono" mag es auch an Michael Rymers Regie gelegen haben. Rymer ist zwar ein durchaus fähiger Regisseur und hat vor allem in BSG gute Arbeit abgeliefert, aber für eine Serie mit einer so speziellen Bildsprache wie "Hannibal" fehlt ihm das nötige Feingefühl. Mal wirkte seine Inszenierung wie eine zu gewollte Nachahmung von David Slades Regiestil, mal wirkte sie zu konventionell. Das hat der Episode auch deshalb nicht gut getan, weil sie leider selbst auf einige eher konventionelle, vorhersehbare Plot Devices zurückgegriffen hat (vor allem die ganze Entwicklung rund um Chilton). Diese Schwächen wurden durch die mittelmäßige Inszenierung umso deutlicher.
"Su-Zakana" konnte visuell zwar wieder stärker überzeugen, griff aber auch auf einige Klischees zurück, die das gesamte Geschehen etwas zu konstruiert wirken ließen. Damit meine ich vor allem die offensichtlichen Parallelen zwischen dem Fall und Will Grahams aktueller Situation. Diese Konstellation kam für meinen Geschmack etwas zu plötzlich. Die Idee dahinter ist nicht grundsätzlich schlecht, hätte zu einem späteren Zeitpunkt aber überzeugender und weniger gewollt gewirkt. Trotzdem hat die Episode am Ende halbwegs funktioniert und einen der stärksten Momente geboten, die es bislang zwischen Will und Hannibal gab. Während ich die Handlung vorher etwas ernüchtert verfolgt habe, konnte mich diese Szene von einer Sekunde zur nächsten packen und die Vorfreude auf die restliche Staffel wieder deutlich hochschrauben.
Achja, und falls ihr noch nicht wisst, wie euer Osterschmaus aussehen soll - wie wär's mit leckeren Kochtipps von unserem Lieblingskannibalen...![]()





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