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Eine Jubelarie von Maester Tubbo wäre aber mal eine erfrischende Abwechslung gewesen.

Mal sehen.


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Ansonsten muss ich sagen, dass mir die Negativ-Meinungen im Netz bei dieser Episode völlig egal sind. Für mich war es Entertainment vom Feinsten und ich will mir den Spaß daran nicht verderben lassen, indem ich mir irgendwelche freudlosen Bashing-Diskussionen durchlese. Zwar kann ich nachvollziehen, dass viele Fans darauf brennen, wie es nun mit der Lannister-Storyline weitergeht - allerdings hätte "The Watchers on the Wall" vieles von seinem Unterhaltungswert und Spannungsgehalt verloren, wenn die Handlung zwischen mehreren Schauplätzen hin und her gesprungen wäre. Die Zuschauer, die einer Serie nicht mal so viel kreative Freiheit zugestehen, dass die gewohnte Erzählstruktur wenigstens in einer einzigen Episode pro Staffel aufgebrochen werden darf, tun mir aufgrund ihrer Engstirnigkeit einfach nur leid.

Die Macher sind aber auch ein bisschen selbst daran schuld, spielt die Mauer-Handlung seit der 2. Staffel nur die 2. Geige und muss hinter King's Landing, dem Zentrum der Serie, anstehen. Die Wahl des Drehortes Island in der 2. und 3. Staffel tat ihr übriges um einen Großteil des Reizes des Abenteuers hinter der Mauer zu eliminieren, da auf einem Gletscher fernab der Zivilisation im Winter bei 4 bis 5 Stunden Tageslicht sich kaum größere Szenen realisieren lassen. Darüber hinaus sind Jon Snow und Samwell kein Tyrion und Bronn. In Fankreisen wird die Serie teilweise als "The Lannisters Show" bezeichnet. Von daher kann ich die Nörgelfritzen, die sich bei dieser Folge um die Auflösung von Tyrions Schicksal betrogen fühlen, etwas verstehen. Trotzdem haben die Macher hier ihr Möglichstes gegeben, das Interesse der Zuschauer an diesen Figuren wieder zu wecken. Vor allem Sam macht sich, da er nun größtenteils seine Weinerlichkeit abgelegt und Pyp motiviert weiterzukämpfen. Selbst Thorne bekommt hier seinen Badass-Moment. Der Typ bleibt ein Arsch, aber ein Arsch von dem ich dank des Darstellers gerne mehr sehen möchte. Darüber hinaus schafft es die Serie endlich mal etwas Abstand zu den ganzen politischen Intrigen zu gewinnen und für 25 Minuten mal die Sau in einem blutigen Spekatakel, welches sich mehr als sehen lassen kann, herauszulassen.

Das ist eben die Hürde, wenn man eine Ansammlung von Storylines hat, von denen ein paar jahrelang fast völlig unabhängig vom Zentralkonflikt laufen. Dabei ist es zwar für den Zuschauer durchaus hilfreich, wenn die Serie mit King's Landing ein Handlungszentrum hat, um das viele weitere Handlungen herum aufgebaut sind. Trotzdem sollten die anderen Storylines nicht darunter leiden oder unbedeutend erscheinen, so dass sich kaum jemand dafür interessiert, wenn diese Handlungen mal ins Zentrum einer Folge gestellt werden.

Egal, bei mir hat es, obwohl ich die letzten 2 Jahre kaum ein gutes Wort über den Handlungsstrang an und hinter der Mauer verloren habe, prächtig funktioniert. Die Blackwaterschlacht war ein Befreiungsschlag für die Serie, die Schlacht an der Mauer hat das Spektakel auf der technischen Ebene aber locker überboten, auch wenn es bei der Nähe zu den Charakteren nicht ganz mithalten kann. Muss es aber auch nicht. Was hier an emotionalen Momenten geboten wurde war m.E. völlig ausreichend.