Die Todesstrafe hat ihre Nach- und Vorteile (Wobei das Wort "Vorteile" in diesem Zusammenhang negativ klingt.):
Nachteile:
Wenn's einen Unschuldigen trifft (und das kann theoretisch immer wieder passieren), kann man an der Strafe nichts mehr ändern. Tod ist und bleibt Tod, ein Leben kann man nicht wieder zurückbringen. Zudem müsste 100prozentig sicher sein, dass der Täter das gemacht hat, weswegen er die Strafe bekommt. Kann man sich aber dessen wirklich sicher sein? Es soll Menschen geben, die für Geld eine Falschaussage vor Gericht machen. Aufgrund solcher Aussagen würde ein Mensch getötet werden.
Wer entscheidet, ob die Todesstrafe der Straftat "angemessen" wäre? Ein einfacher Mörder, ein Serienkiller, ein Kindesmörder, ein Massenmörder, ein mehrfacher Vergewaltiger, ein Kindesmissbraucher, Drogendealer? Wer "verdient" eine Todesstrafe, wo ist der Anfang und wo das Ende? Wer will sich wie Gott aufspielen und eine Grenze setzen? Ich persönlich möchte für so etwas keine Verantwortung tragen.
Vorteile (bitte das Wort nicht allzu ernst nehmen; es klingt irgendwie makaber):
Kann man einen Serienkiller "heilen" bzw. therapieren? (ich persönlich habe daran meine Zweifel) Ein Mensch, der grausame und ekelerregende Taten wiederholt (sexueller Missbrauch mit anschließender Ermordung zum Beispiel) gehört aus dem Verkehr gezogen, keine Frage. Ein solcher Mensch gehört für ewig weggeschlossen. Aber was ist, wenn ein solcher Mensch (siehe Schmökel, oder wie diese Type hieß) ausbricht, die Flucht antritt??? Wir alle wissen, dass ein Mensch, den er auf der Flucht getötet hat, heute noch leben könnte, wenn Schmökel damals die Todesstrafe bekommen hätte.
Sollte man aber wegen solcher Eventualitäten "prophylaktisch" die Todesstrafe einführen?
Und jetzt extrem makaber (und absolut nicht ernst zu nehmen, aber ein paar Zeilen wert): Was könnte man an Geld sparen? Den Typen verurteilen und gemeinsam mit ein paar anderen Straftätern ab in die Gaskammer. Hey, vier Tote zum Preis von einen! Sogleich spart man sich den Platz und die Nahrung, die ein Verbrecher in den nächsten zwanzig Jahren verbrauchen würde *Sarkasmus*.
Zusammenfassend kann ich eines sagen:
In manchen Fällen liegt der Gedanke an die Todesstrafe nicht fern (Verbrecher, die das Leben vieler Menschen ruinieren, sei es durch deren Tod oder anderer psychischen Grausamkeiten und nicht therapierbar sind).
Aber wie schon jemand sagte: In der USA gibt es die Todesstrafe und trotzdem ist es keine Abschreckung.
Die Todesstrafe dient viel mehr dazu, den Hinterbliebenen eines oder mehrerer Opfer eine Art Genugtuung und Befriedigung zu geben. Es dient dazu, die Bevölkerung zu beruhigen.
Aber die wirklichen Strafttäter wird es von ihrer noch so grausamen Tat nicht abhalten. Ein Mörder hat ein Problem mit der Psyche, warum sonst kommt jemand auf die irrsinnige Idee, jemanden zu töten? Ein solcher Mensch ist sich den Folgen seines Verbrechens nicht im Klaren. Ein Mensch haucht sein Leben aus! Der Mensch ist tot! Weg für immer! Was davon versteht ein Mörder nicht? Ein solcher Mensch wird sich einen Dreck um die Strafe kümmern. Hätte er auch nur den Hauch eines Verstandes, so würde er das Verbrechen doch gar nicht begehen, oder irre ich mich da gewaltig????





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