Hmm... ich weiß nicht, ich weiß nicht...
also irgendwie war ich von der Folge enttäuscht.
Ja, Daniel war wieder da. Ja, der story arc wurde endlich wieder weitergeführt. Ja, diese Folge gehört ohne Zweifel zu den besseren der 6. Staffel (auch wenn sie meiner Ansicht nach nicht im entferntesten mit "Am Abgrund" und "Unnatürliche Auslese" mithalten kann). Aber irgendwie... gab es einfach unzählige Dinge, die mich gestört hatten.
Ich muß gestehen, dass dies teilweise daran liegt, dass ich diese Folge als etwas betrachte, dass sie nicht ist: Nämlich das Ende der Serie.
Als solches würde diese Episode nämlich ziemlich durchfallen. Ja, cih weiß natürlich, dass es (gott sei dank!NICHT die letzte Folge war, nur Fakt ist, dass sie ursprünglich als solche geplant war!
Nun mal ehrlich, würdet ihr euch wirklich afu diese weise verabschieden wollen?
Ich habe schon viele SF-Serien über einen langen Zeitraum hinweg begleitet. IMMER (ok, von Voyager mal abgesehen... dafür war das Ende wenigstens spannend, interessant, und wirklich hervorragend inszeniert) hatten die Produzenten den Anstand, den Fans, welche der Serie über Jahre hinweg treu geblieben sind, Respekt zu zollen. Einen schönen, runden Abschluß für die Serie zu liefern. Die Chance, sich wirklich von den liebgewonnen Charakteren zu verabschieden.
Doch was macht Stargate?
1. ist das kein Schluß. Das ist ein so offensichtlicher Cliffhanger zu der damals schon geplanten Nachfolgeserie Atlantis, dass es eine Frechheit ist, und ich mir als langjähriger Fan, sorry, vera****t vorkomme. Ich stand und stehe der Idee hinter dieser Serie immer noch skeptisch gegenüber, und wenn man als Fan jahrelang dabei war, hat man es doch bitte schön verdient, einen wirklich gelungenen Abschluß für die Serie serviert zu bekommen, und nicht mit einem "to be continued... but with another cast in a whole new show!" abgespeist zu werden. Dass ist so, als hätte Picard in "Gestern heute morgen" das Rätsel nicht gelöst, sondern hätte am Ende seiner Crew mitgeteilt, dass der Schlüssel zur Lösung auf DS9 zu finden ist. Oder als wenn der Dominion Krieg nicht in den letzten beiden DS9-Episoden, sondern erst im Voyager-Pilotfilm beendet worden wäre.
Ich weiß natürlich, dass das Studio alles daran setzt, die SG1-Fans in die neue Serie rüberzuretten, aber das ist wirklich hinterhältig und respektlos.
Doch das ist natürlich nicht der einzige Kritikpunkt. Denn auch wenn man diese Folge einfach nur als eine von vielen, und nicht als mögliches Serienfinale betrachtet, war das Ergebnis doch eher enttäuschend. Zuerst mal zum weniger gravierenden Kritikpunkt, der sich auf die Story bezieht: Zu Daniel's zeiten war der Aufstieg noch etwas wirklcih besonderes, er musste quasi hart dafür arbeiten, in gewisser Weise. Doch hier? Gut, ok, dass Ska'ara aufsteigt, kann ich ja noch verstehen und verzeihen. Aber dass auf einmal ALLE aufsteigen, will irgendwie nicht recht zu diesem doch angeblich so selektiven und wertvollen Ritus passen. Auch fehlte mir hier der Mut der Produzenten. Die SG-Macher haben doch schon öfters gezeigt, dass sie sich in keinster Weise vor etwas "schlimmeren" Enden fürchten. Warum musste es dann hier schließlich wieder ein (noch dazu so übertriebenes) Happy End geben?? Die Zerstörung Abidos zusammen mit der Auslöschung seiner Bewohner, dass wäre echt ein wahnsinns-Ende für die Folge gewesen. Daniel versprach, das nicht zuzulassen, doch schließlich wurde er von Desalla daran gehindert, einzugreifen, weshalb die Abidonier starben. Was hätte das nur an Stoff für weitere Geschichten hergegeben. Aber leider, leider...
Der absolut grösste Kritikpunkt aber ist die Ausführung. irgendwie hatte ich das Gefühl, niemand wollte mehr so richtig, und alle waren froh, als es vorbei war. Alles war so kalt und gefühllos inszeniert. Das beginnt schon bei der Verteidigung des Sternentors auf Abidos gegen eine absolute Übermacht. Abidonier um Abidonier wird dem feindlichen Feuer zum Opfer, und anstatt dies mit tragischer Musik und ev. sogar ein paar Zeitlupen zu unterstützen, wird einfach zu Action-Musik munter drauflosgeballert.
Und dann erst unsere liebgewonnenen SG-Mitglieder, allen voran O'Neill.
Ska'ara wird angeschossen. Und was sehen wir in seinem Gesicht? Wut? Verzweiflung? Trauer? Nö... gar nichts.
Ska'ara ist offensichtlich soeben gestorben. Wie reagiert O'Neill? Ist er voller Hass und Zorn über die Invasoren? Rinnt ihm ein Tränchen über die Wange? Zumindest das kleinste, subtilste Anzeichen von Bestürzung? Nö... gar nichts.
Die Abidonier scheinen alle ausgelöscht worden zu sein. Doch irgendwie scheint das nicht ein einziges Mitglied von SG1 sonderlich zu kümmern. Am wenigsten O'Neill, der bei der Nachbesprechung sogar noch einen (ziemlich dummen) Witz reisst.
All dies passt einfach nicht zur jeweiligen Szene, hier wird die Stimmung vollkommen ruiniert. An den Darstellern kann es nicht liegen, denn alle (bis auf Corin Nemec ev.) haben in der Vergangenheit gezeigt, dass sie durchaus dazu in der Lage sind, die Stimmung der Szene perfekt wiederzugeben. Nicht zu übertrieben, gott sei dank, aber... nehmen wir z.B. die Szene, in der o'Neill und Carter auf ihrer Mission, das neue Superschiff Apophis aufzuhalten (dau hatten sie diese nützlichen kleinen Manschetten), durch einen Schutzschild voneinander getrennt werden. Es ist (zumindest in der ursprünglichen Folge, auf das Ereignis wurde ja kurz darauf noch näher eingegangen) nur ein einziger Blick, doch der sagte mehr als 1000 Worte. Einfach perfekt.
Und hier? Nein, ehrlich...
Eben deshalb hat diese Folge auch irgendwie so einen fahlen Beigeschmack. Sicher das schlechteste Season-Finale von SG überhaupt.
Dank der interessanten Story aber trotzdem immer noch
![]()
![]()
von 5. Wobei ich da meiner Ansicht nach schon mehr als grosszügig bin...
HAVE A NICE DAY
cornholio1980






NICHT die letzte Folge war, nur Fakt ist, dass sie ursprünglich als solche geplant war!
von 5. Wobei ich da meiner Ansicht nach schon mehr als grosszügig bin...
Zitieren
Als Lesezeichen weiterleiten