Vorsicht! Dieser Beitrag enthält ein paar kleinere SPOILER!

Hab's mir ebenfalls dieses Wochenende angeschaut, und auch ich fand's gar nicht mal so übel.
Diese Trilogie war GSD nicht wieder so quietschebunt wie ihr Vorgänger.
Ich will sie jetzt nicht in den Himmel loben, aber sie war auf jeden Fall gute Unterhaltung.
Was womöglich aber auch damit zu tun hatte, dass ich weder die Bücher kenne noch im vornherein irgendetwas über die Handlung gelesen hatte. Denn diese war für mich, da noch unbekannt, spannend und interessant.
Das Ende kam allerdings meiner Ansicht nach zu plötzlich, und die Darstellung von Letos Wandlung war irgendwie etwas seltsam.

Was mir allerdings nicht so gefiel:
Einige Dinge zogen sich, andere wurden zu schnell abgehandelt, und manchmal gab es recht seltsame Sprünge zwischen den Handlungssträngen und Szenen. Das hatte zur Folge, dass an vielen Stellen einfach keine richtige Atmosphäre aufkam.

Und was mich wirklich gestört hat:
Es war IMO einfach zu offensichtlich, dass der Priester in Wirklichkeit Muad'dib war. Ich weiss jetzt nicht, wie das in den Büchern gehandhabt wird, aber die Darstellung im Film gefiel mir überhaupt nicht. Ich kann es nicht leiden, wenn man mich direkt mit der Nase auf etwas stösst, was eigentlich geheimnisvoll anmuten soll. Das hätte man doch auch ein klein wenig zurückhaltender präsentieren können.

Und noch eine Frage an die Experten:
Ich habe in den letzten Monaten mehrfach hier im Forum und auch woanders gelesen, dass viele die Bücher für nur schwer verfilmbar hielten. Mich würde jetzt interessieren, wieviel von der Story zugunsten einer die breite Masse ansprechenden TV-Verfilmung weggelassen, vereinfacht oder zusammengestaucht wurde. Ich hab irgendwie das Gefühl, dass in den Büchern noch weitaus mehr auf die Intrigen und Konspirationen eingegangen wurde. Kann das sein?

Eine kleine Scaper-Anekdote zum Schluss:
Jedesmal wenn der dicke Harkonnen in Alias Ohr flüsterte, musste ich unwillkürlich an Harvey denken.