Zitat Zitat von Reiner Beitrag anzeigen
Wie bereits erwähnt, wer in die Welt posaunt: "Schlag den Raab", der darf sich anschließend nicht wundern, wenn es auch mal journalistisch (erfolgreich) versucht wird.
Erfolgreich? Doch wohl eher blamabel.
Nimmt man den eine Behauptung heraus, das Raab in Hoeness Manier gesprochen habe, da sie imho anhand der Textlaenge und der Gestaltung dessen was Herr Raab gesagt haben soll, ist es ueberaus Blamabel fuer den Moechtegern-Journalist.

Die tollen Invesitigativen Fragen entlarven sich als plumpe, primitive Anmache die gaenzlich ignoriert was der Gegenueber sagt:

SZ: Wann, Herr Muba-Raab, treten Sie endlich zurück?
SZ: Man hört allerorten, Sie seien am Ende.
SZ: Das ist doch schon da, Ihr System wird doch nur noch von den Pro-Sieben- und ARD-Schutztruppen am Leben gehalten.
SZ: So klingt das Echo aus dem Medienwald.
SZ: Das spielt keine Rolle.

Toll, fuenf Saetze und ausser Unterstellungen, und Sachen die ich als Beleidigungen werten wuerde, inhaltlich nichts herausgebracht.

SZ: Die Show, Unser Song für Deutschland, war langweilig, und die Zuschauerzahlen sind bei der zweiten Ausgabe abgesackt - von 2,56 auf 1,82 Millionen.
SZ: Wir interessieren uns bei einem Ereignis wie dem Eurovision Song Contest (ESC), der angeblich zwölf Millionen Euro kosten soll und sich an ein Massenpublikum richtet, auch für die Quoten.
SZ: Herr Raab ...
SZ: Herr Raab, Ihr Blutdruck.
SZ: Das ist Ihrer cleveren PR zu verdanken.

Zuerst fixiert sich der 'Journalist' auf die Quote, dann fabuliert er unvermittelt von den Kosten des Eurovision Song Contest, welche mit dem Vorentscheid gar nichts zu tun haben und an der Stelle wo Raab zu einer laengeren Erklaerung ausholt, wird der Reporter polemisch.
Anstelle das er inhaltlich darauf eingeht.
Schliesslich, nachdem der Reporter die These vertreten hat, das Raab kurz vorm gefeuert werden steht und letztlich der totale Marketing Versager sei weil die Quoten hinter den Erwartungen der SZ blieben, heisst es als Antwort auf die berechtigte Feststellung das Lena nun zwei Erfolge habe: "Ja klar, wegen ihrer cleveren PR Strategie."

Aber sonst knuspert es in der Argumentation des Reports noch richtig?
Zumal mich als neutralen Leser die Quoten von ARD und Pro7 mal im vergleich zu den letzten ESC Entscheiden der ARD interessieren. Ein Gefuehl sagt mir das die dieses Jahr besser waren.

SZ: Was passiert am 14. Mai in Düsseldorf, beim ESC-Finale?
SZ: Jogi Löw führt den Deutschen Fußball-Bund (DFB) allerdings nicht am Nasenring durch die Manege, so wie Sie es mit der ARD tun.
SZ: Die ARD hätte kaum nein! sagen können.
SZ: Man hört aus der ARD, dass Ihre Verhandlungsstrategie einen Kim Jong Il wie ein Weichei aussehen lässt.

Oh ganz toll 'Sie misshandeln die ARD', 'Nein, ich verhandele nur im Rahmen meiner Interessen' 'HA! sie dreckiger Diktator'. Vermutlich soll man da der SZ, wo der Reporter weiter den argumentativen Niveau Tiefflug uebt, dankbar sein das sie ihn nicht mit Hitler verglichen haben oder noch den Iraker zu Kim Jong Il schoben.

SZ: In letzter Zeit gelingt auch Ihnen nicht mehr alles. Sie haben zweimal in Folge bei Schlag den Raab verloren. Ist die Show so noch lange haltbar?

WTF? Wieso sollte die Show nicht mehr haltbar sein?
Raab hat sich schon von mehreren schlagen lassen und nicht aufgegeben. Naja und zweimal ist doch nun wirklich nicht spektakulaer?

SZ: Da sagt man dann: Der alte Sack schafft es nicht mehr. Sie sind 44.
SZ: Auch Sie werden älter.
SZ: Wenn man älter wird, lässt auch schon mal was nach.

Und schwawupps, fuer den letzten der noch zweifele das journalistische Niveau in der Gosse versenkt.

SZ: Sind Sie komplett angstfrei?
SZ: Wo ist da die Grenze zum Größenwahn?

Aber schnell noch ein Abdecktuechlein drauf, weil ohne die beiden nachgeschobenen Fragen wuerde dieser BILD Journalismus noch direkter als BILD Journalismus wirken,..