Echt? Letztes Jahr hast du "Satellite" aber auch keine Ohrwurmtauglichkeit zugetraut. Hinterher ist man eben immer schlauer."Taken by a Stanger" hatte zwar nicht die selben Ohrwurmqualitäten wie sein Vorgänger, doch wäre Lena erneut mit einem ähnlich gestrickten Gute-Laune-Song angetreten, hätte man ihr wiederum vorgeworfen, sie würde sich nur wiederholen. So oder so kann man's also eh nicht jedem recht machen. Selbst bei einer Platzierung unter den ersten Fünf hätte es noch genügend Nörgelfutter gegeben, schließlich könnte man sich dann z.B. darüber echauffieren, warum es denn nun doch nicht der 1. Platz geworden ist.
"Taken by a Stranger" war für den ESC ungewöhnlich düster, kühl und kryptisch. Dementsprechend fiel auch die Bühnen-Performance aus, die im starken Kontrast zu den restlichen bunt-leuchtenden Auftritten stand. Ob man den Song als "schwach" bezeichnet, ist letztlich natürlich Geschmackssache. Nach produktionstechnischen, musikalischen und lyrischen Kriterien bemessen ist es kein schwaches Stück. Offen bleibt lediglich die Frage, ob dieser Stil optimal zu Lena gepasst hat. Aber das lässt sich zu diesem frühen Zeitpunkt ihrer Karriere nicht klar beantworten - und ist letztlich auch vom persönlichen Geschmack abhängig.
So haben wir 2011 einen Beitrag präsentiert, der zwar nicht in den Top 5 gelandet ist, aber trotzdem aus der Masse herausstach und in Erinnerung bleiben wird. Viele der ohrwurmtauglichen Spitzenreiter, die sich auf sichere Rezepte verlassen haben, konnten dieses Jahr nicht die hohen Ränge erreichen, die ihnen vorher von Buchmachern u.a. ausgerechnet wurden. Ganz so simpel lässt sich der Erfolg beim ESC also nicht herstellen. Letztlich gibt's bei diesem Event nur eine Regel, die zumindest einigermaßen sicher ist: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Das haben wir an dem Überraschungserfolg von Italien gesehen. Und es wurde auch beim 10. Platz für Lena bestätigt, denn sie ist damit über dem Mittelfeld und weit weg von den hinteren Rängen gelandet - also deutlich höher als die meisten Nörgelpäpste ihr das vorab zugetraut hätten.
Bitteschön... best ESC-Opening ever:
:rock:
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Die dadurch ausgelöste gigantomanisch-geniale Stimmung gipfelte dann später in der erstmaligen Öffnung des Green Room:
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