Weidemanns Interesse bezieht sich in seinem Buch nicht „nur“ auf die visuelle Gestaltung, er misst dem Wort an sich eine völlig neue Bedeutung bei. Er spielt mit dem Wort. Er hinterfragt seine Bedeutung.

In seinem neuen Buch reflektiert er über die gesprochene und die geschriebene Sprache. Mit Witz und Scharfzüngigkeit entdeckt er, dass beide Sprachen manchmal nicht allzuviel miteinander zu tun haben. Er stürzt sich auf alles verbale, kein Wort, kein Satz ist vor ihm sicher. Er sagt laut, was sich nur wenige denken ...

»wie gesagt«
»doch doch!«
»trifft doch zu?«
»Oder?!«
»ja, wie man`s nimmt...«
»genau so nich«
»weißt was ich mein?«
»Claro!«
»brauch ich nicht«
»voll konkret krass?«
»nix mit zu tun!«
»kennt man doch schon«
»na also«
»zugegeben, der schnallt das nicht!!«
»ey, text mich nicht voll«
»Sockenschläfer«
»Sitzpinkler«
»Fußnägelkauer«
»Knackarsch«
»also jetzt nich so!«
»fuck off«
»ich mach die Flatter!«
»aber subito«
»wie auch immer«
»hab dich nicht so«
»ich reiß mir den Arsch auf!!!«
»mir doch egal«
»Saftsack«
»das hat was«
»cashmäßig geht nix!«
»du bist abartig stinkig«
»genau«
»ehrlich gesagt...«
»versteh schon«
»bis die Tage«
»man sieht sich?«
»na denn woll`n wir mal!«
»sag ich mal so«
»echt schrill wa«
»supergeil!«
»Jaja, is ja schon gut«
»wie läuft der Run?«
»voll fett stabil!«
»ober korrekt«
»willst eins auf die Glocke?«
»Hääh?!«
»abgetörnter Schlappsack«
»Sesselpuper«
»so long«
»Nur Flippies und Bekiffte«



Die Rechtschreibreform degeneriert zu einem Diskussionsthema von „Pseudointellektuellen“, Füllsel sind Wörter, die überflüssige Konversation noch überflüssiger machen, Werkzeug derer, die sich gerne reden hören.Quelle
Eh alles nur Füllsel