Da gebe ich dir recht. Allerdings haben sie den Krieg nicht nur an der Heimatfront verloren. Sie hatten gegen Tunnel, gegen die schon die Franzosen chancenlos waren eben keine Chance. Da hätte es auch nichts gebracht weitere Mittel in den Krieg zu stecken. Das hätte den Krieg nur verzögert aber die Amerikaner nicht gewinnen lassen. Da die Amerikaner millionen in die Vernichtung des Regenwaldes gesteckt haben zeigt doch nur wie perfide dieser Krieg geführt wurde jedoch kann man dadurch keine Aussage stellen in wie fern das eine Auswirkung auf das Ende des Krieges hatte. Kurz vor Ende des Krieges wollte die Airforce Bomben abwerfen die Krater von 30metern Tiefe erzeugen. Auch diese Machtdemonstration hätte nichts gebracht. Diese Tunnel waren teilweise kilometer lang und die US Armee hat nicht mal einen Bruchteil der Tunnel gefunden. Was hätten sie bombardieren sollen? Reisfelder?Originally posted by DerBademeister@30.04.2003, 16:39
Naja, die US-Streitmacht hat immerhin mehr als 2 Millionen Vietnamesen gekillt bei ca. 60000 eigenen Verlusten, von denen auch noch 44 % durch friendly fire waren. D.h. das reine "Erfolgsverhältnis" beim Abschlachten liegt immer noch bei 70:1* für die Amerikaner, was im Vergleich zu früheren Kriegen einen traurigen Rekord darstellt. Nicht zu vergessen auch die Toten im Kambodscha und die totale Vernichtung der Ökologie Vietnams durch Entlaubungsmittel wie Agent Orange.
Die Amerikaner haben den Krieg an der Heimatfront und nicht in Vietnam verloren, weil ihnen die Legitimation fehlte um das eigene Engagement an Mensch und Material dort bei den hohen Todeszahlen und der Länge des Krieges noch zu rechtfertigen.
Der Vietnam Krieg wurde "eingestellt" weil die Bevölkerung nicht mehr mitgemacht hat, wie du ja schon bemerkt hast. Trotz Rückhalt der Bevölkerung hätte die USA den Krieg nicht gewonnen.
Um dieses Thema gings mir in diesem Thread eigentlich nicht. Da hast du jedoch auch recht. Allerdings gibt es genügend Soldaten die in Vietnam einfach zum Spass getötet haben und nach dem Krieg eher daran krepiert sind das sie keine Arbeit mehr bekommen haben als an ihren Errinnerungen.
Wenn Du mal in den USA warst und erlebt hast, wie so ein Kerl in einem dieser Treibhäuser im Zoo wo sie die Regenwald-tiere halten einfach zusammenbricht und das Wimmern anfängt, weil durch die schwüle Atmosphäre die Vergangenheit in seinem Kopf wieder lebendig wird, kannst Du für denjenigen eigentlich nur noch Mitleid empfinden.
Ich hab den Film gesehen und das ist einer der wenigen Filme die mal beide Seiten ausleuchten. Das das Militär daran rumgepfuscht hat ist mir klar. Ich halte den Film auch nicht wirklich für sehr realitätsnah. Was mich persönlich an diesem Film stört ist das man eigentlich nur das sterben der US Soldaten in Widescreen ausleuchtet aber nicht das der Vietnamnesen. Ich hab die US Fassung gesehen, von wegen ungekürzte Fassung, der Film ist reinstes USA Patrioten Kino.
Schau' Dir Mel Gibsons Vietnam-epos "Wir waren Helden" an, und Du weisst, wovon ich rede.
cu, Spaceball







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