Bedenklich ist, daß sich das Verfahren der US-Armee nicht geändert hat. Die meisten sind - Verzeihung - immer noch Leute, deren größte Intelligenzleistung darin besteht, den Abzug zu finden. Das korrekte Ausrichten der Waffe ist eher ein antrainierter Reflex. Dieses Masse-statt-Klasse-Prinzip findet seinen Beleg darin, daß sich die Trefferquote im Bereich der Infanterie von 70.000:1 in Vietnam auf heute 4.000:1 trotz ungleich gründlicherer Ausbildung und einschneidenden Verbesserungen in der Waffentechnologie unverhältnismäßig wenig verändert hat und nach wie vor die Überlegung nicht schneller als das abgefeuerte Projektil ist.
Nach wie vor setzt die USA auf materielle Überlegenheit, wobei die Erfahrung Vietnams nur geändert hat, daß man nun zugunsten der Rettung von Personal mehr Material zu opfern und Kollateralschäden beim Gegner in Kauf zu nehmen bereit ist. Das nullifiziert die Aussage, daß die US-Soldaten die am besten ausgebildeten sind. Im direkten, praktischen Vergleich mit Berufsoldaten anderer Nationen landen die USA selten unter den ersten zehn Plätzen, und dann auch nur im hinteren Bereich.
Die Rechnung ist simpel und widerlich zugleich: Wer sich Quantität leisten kann, braucht keine Qualität. Und Qualität heißt auch, daß ein Soldat weiß, was er tut, und nicht nur, wie er es tut.





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