... und da bin ich endlich wieder. Nach Lektüre des langen Threads habe ich festgestellt, daß ich dem juten Bademeister noch ein paar Antworten schuldig bin.
Die Bibelstellen mußt Du nicht nennen, die kenne ich so gut wie auswendig, aber danke.Also ich könnte schon alleine nur mit dem christlichen Gott "Werte" assoziieren Wie Massenvergewaltigungen, Massenkindsmord, Folterungen, Genozid etc. Denn diese Werte werden im Moralmärchenbuch namens Bibel ebenso gepredigt wie Nächstenliebe (auf Wunsch liefere ich Bibelstellen).
In dieser Aussage widersprichst Du Dir selbst, aber nur weil Du einfach nicht genug über den christlichen Glauben weißt.
Im Alten Testament war Gott schon ein ziemlich hartgesottener Bursche. Sobald ein Volk gegen seine Gebote verstieß, wurde es ausgelöscht (Unschuldige und Kinder inklusive - leider). Und zwar von ihm, nicht von irgendwelchen Völkern, die in seinem Namen loszogen. Die Bibel verwendet hier oft den Ausdruck "er lieferte das Volk XY in die Hände des jüdischen Volks". In diesem Zusammenhang waren die Juden nicht mehr und nicht weniger als ein Werkzeug des göttlichen Gesetzes. Klage nie den Hammer an, daß er einen Nagel in die Wand gehauen hat, sondern den, der ihn schwingt.
Jawohl, der Gott des Alten Testaments, der Gott der Juden (nicht der christliche Gott, wie Du sagst!war ein Hardliner. Aber nicht mehr!
Denn jetzt kommt das Neue Testament. Gott hat es satt, so hart zu sein. Er liebt die Menschen so sehr, daß er beschließt, sie für ihre Gesetzesbrüche von nun an nicht mehr sterben zu lassen. Aber er kann nicht einfach hingehen und das Gesetz plötzlich aufheben, das wäre ungerecht den vielen Toten gegenüber. Also wird er selbst zum Menschen Jesus Christus, der selbst völlig frei von jeglicher Schuld ist. Trotzdem lädt er sämtliche Schuld (auch die zukünftige!der Menschen auf sich und läßt das eigentlich erforderliche Todesurteil an sich selbst vollstrecken.
Fortan werden Sünder nicht mehr abgemurkst, sondern müssen nur noch für sich akzeptieren, das Christus für ihre Schuld gestorben ist. Wir müssen uns nur noch in die Sohn- bzw. Tochterrolle fügen, und buchstäblich alles wird gut.
Das ist der christliche Gott, nicht der des Alten Testaments. Und alle mörderischen Kreuzzüge, die nach dem Jahre 0 passierten, sind die Sünde von Menschen, die sich ein göttliches Vollstreckungsurteil anmaßen, das auszusprechen sie seit Christus nicht mehr autorisiert sind.
Wenn Du so willst, "telefoniere" ich mit ihm nicht bloß sonntags, sondern immer dann, wenn ich ihn im Gebet "anrufe". Im Gebet wird mir so einiges klarer, denn man erhält tatsächlich Antwort auf seine Fragen. Nicht ausdrücklich, aber schon so, daß man es versteht. (Er gibt uns nicht, was wir wollen, sondern was wir brauchen. Wie ein Vater eben.)Woher weisst Du wie Gott reagiert? Telefonierst Du einmal am Sonntag mit ihm? Du wie jeder andere der Gott glaubt interpretierst genauso seine Handlungen und Reaktionen, was IMHO unsinnig ist, da ein Wesen derartiger Dimension dem Menschen ungefähr soweit voraus ist wie ein Mensch einer Amöbe. Und ebenso wie die Amöbe nicht in der Lage ist die Motivation des Menschen zu verstehen und interpretieren, sollte sich das der Mensch auch nicht anmaßen, erst recht bei Fragen auf die durch die Natur der Sache (Gott = Glaubenssache nicht beweisbare Realität) sowieso keine eindeutigen Antworten zu erhalten sind.
Sicherlich ist Gott uns so weit voraus, daß er seine Handlungen und Aussagen so stricken könnte, daß wir ihn nicht verstehen. Klar, da sind wir Amöben. Der Unterschied ist nur, daß er als Vater tatsächlich zu uns reden möchte, und sich deshalb zu Kommunikationswegen herabläßt, die wir sehr wohl verstehen.
Mag sein, nur wird mich Briefmarkensammeln sicherlich nicht erretten.Zu Deinem 5. Punkt. Finde ich voll okay! Im Endeffekt ist es egal wie so eine tolle Gemeinschaft entsteht - ob nun durch den Glauben an Gott, oder auch nur die gemeinsame Veranlagung Briefmarken zu sammeln.
Solche Leute, die ich persönlich "Hardcore-Christen" nenne, nehmen alles für bare Münze, das in der Schöpfungsgeschichte steht. Und das, obwohl die Wissenschaft und der gesunde Menschenverstand (den ich keineswegs als Christ an der Tür abgebe, auch er ist ein Geschenk Gottes, das benutzt werden will) alleine schon folgende Fragen aufwerfen: Wie kann die Erde als Scheibe beschrieben werden, wenn sie doch rund ist? Wer war die Frau von Kain, wo kam sie her? Adam und Eva alleine können keine Basis für die menschliche Rasse bilden, weil Inzest die DNA degenerieren läßt. Die Genesis ist eine Analogie für die tatsächliche Schöpfung. Aber weil die Bibel von Menschen niedergeschrieben wurde, deren wissenschaftliches Verständnis weit hinter unserem heutigen liegt, gab Gott die Genesis den Schreibern als eine Analogie ein. Etwas, das damals verstanden werden konnte, aber eigentlich nur eine modellhafte Darstellung dessen ist, das die Wissenschaft mittlerweile bewiesen hat. Und am Wichtigsten: Etwas, das wir mit unserem heutigen Verständnis ruhigen Gewissens übertragen dürfen. (Wogegen sich die gerade genannten "Hardcore-Christen" ausdrücklich weigern.)Inwiefern Analogie? Klär uns mal auf.
Und jetzt darf ich um Aufklärung bitten.btw: Die meisten Leute glauben heute das die Erde eine Kugel ist, was übrigens ebenso falsch ist.





war ein Hardliner. Aber nicht mehr!
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