Seit die Menschen sich arktikulieren können glauben sie an Götter oder an etwas übernatürliches. Selbst die Urmenschen scheinen eine Art Religion gehabt zu haben, zumindest findet man immer wieder Hinweise darauf. Somit sind Religion und Glaube etwas urmenschliches, das es schon immer gab. Letzten wissenschaftlichen Untersuchungen nach, besitzen wir sogar eine biologische Veranlagung dazu, die ein fester Bestandteil unseres Gehirns ist. Untersuchungen haben ergeben, das jeder Mensch, bei dem dieser Teil des Gehirns funktionert, einen Glauben haben. Woran sie glauben ist aber eine individuelle Sache, denn selbst Erziehung kann hier nicht unbedingt zwingend etwas erreichen.

Woran man glaubt und ob man glauben möchte ist eine individuelle Sache, die jeder mit sich selber ausmachen muss. Ich für meinen Teil finde in keiner der aktuellen Religionen genug um daran glauben zu können. Es ist mir meist zu abstrackt oder aber ich kann mich mit der Zentralfigur nicht identifizieren oder dem was die Religion verspricht bzw. anbietet.
Und trotzdem glaube ich. Aber ich glaube an mich als Person und die Fähigkeiten die ich habe. Bin ich deswegen auch ein Gott? Nein, sicher nicht, denn ich bin nur ein simpler Mensch.

@Andre'
Für sich selber kann man sicher einen Eid ablegen, aber für einen Staat? Wohl eher nicht, denn ich bin nicht der Staat und somit habe ich genau so wenig Kontrolle über das Geschehen und das Handeln des Staates. Es ist das gleiche als würde ich auf einen Gott oder eine Religion den Eid ablegen. Eine Staat kann genau so eine Utopie sein. Wenn man sich nämlich überlegt wofür manche Staaten stehen, dann sind das auch Utopien. Aktuelles Beispiel wären da die USA, die einer Utopie nachrennen, die sich Weltherrschaft nennt.

Ausserdem wurden im Namen von Staaten und Ideologien mindestens genau so viele Menschen getötet wie im Namen der Religion. Das schenkt sich nicht wirklich viel.