Dummgelaber, auf dass es sich nicht einzugehen lohnt.Die Bibel hat rein gar nichts mit Fakten zu tun. Alles nur interpretationen. bewiesen ist nichts.
Spiegel.de hat einen netten Artikel über den Film online: http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,288029,00.html
Besonders eine Passage springt mir ins Auge:
Die morbide Affinität der Katholiken zu Leid und Schmerz - Sünde, die nur durch schwere Sühne ausgebrannt werden kann, habe ich noch nie verstanden, konnte ich noch nie nachvollziehen. Man betrete nur einmal eine beliebige Katholische Kirche - Überall prangen einem schmerzverzerrte Fratzen entgegen, sei es vom gemarterten Jesus oder einem der unzähligen "heiligen" Märtyrer, von denen auch allerortens irgendwelche vergilbten Knochen und andere Überreste ihres heiligen von Sünde befreiten Körpers ausgestellt und angebetet werden. Überall wird einem suggeriert, dass man an Fleisch und Seele zutiefst sündig ist - und dass die Kirche über das exklusive Gegenmittel in Form der Absolution verfügt...So sieht er also aus, der düster-konservative Katholizismus, den Gibson persönlich ja so vehement praktiziert und als dessen Ausdruck er "Passion" propagiert: Schuld, Sünde, Sühne. Die anderen Leitmotive der Bibel - Vergebung, Liebe und Hoffnung - kommen in "Passion" nicht vor. Oder nur in kurzen, sentimentalen Rückblenden auf das Wirken Christi, samt Panflöten-Musik und hellem Weichzeichner, Visionen einer anderen, ätherischen Welt. Selbst die Wiederauferstehung ist nur eine Fußnote, lieblos und fast widerwillig ans Ende des Films gekleistert. Das wahre Leben, so scheint Gibson sagen zu wollen, ist hart, grausam, erbarmungslos - und unverzeihbar.
"die heilige Katholische Kirche, Vergebung der Sünden...."
Das ganze Konzept von Ursünde und Erbsünde ist eine zutiefst katholische Erfindung, deren einziger Sinn die Ausübung von MACHT ist.
Menschen, die sich zu jeder Zeit schuldig fühlten, ihr eigenes Leben nur als immerwährende Versuchung Satans wahrnahmen, liessen sich - das zeigt die Geschichte - schlicht und einfach leichter beherrschen, standen im Bann derer, die nach eigenem Gutdünken und in absoluter Anmassung Absolution verteilten - am besten gegen Bares und die unter Schweigegelübde erhaltenen Informationen noch zu nutzen wussten...
Dass Jesus Christus am Kreuz gestorben ist, sollte für einen Christen kein Quell von Depressionen sondern ein Zeichen der Hoffnung und Erlösung sein. Der Mensch muss eben nicht sein ganzes Leben lang die schwere Last der Sünde auf seinen Schultern tragen und diese regelmässig beim "Ablass" vor die selbsternannten Stellvertretern Gottes auf Erden schütten - er ist frei, denn ein anderer hat bereits die Sünde der Welt auf seine Schultern genommen und ist für den Rest der Menschheit gestorben.
In der Bibel siegt letztendlich Vergebung über Sühne und Hoffnung über Schuld. Dass Gibson's blutrünstiger Film diese zentrale Botschaft des neuen Testaments verdreht bzw. völlig unter den Tisch kehrt, kann ich nicht akzeptieren (Es ist mir gelungen, den Haken zurück zum Film zu schlagen). Ansehen werde ich ihn mir wahrscheinlich dennoch, um mir selbst ein Bild davon zu machen..
Edit:Auf, komm, lass uns vor die Tür gehen und das wie Männer austragen. Und wenn ich den Rest meines Lebens in Sünde lebe.Charnode hustete:Huiii, jetzt will ich aber nicht de>>>>>m<<<<< Filmthread killen, bin schon weg







). Ansehen werde ich ihn mir wahrscheinlich dennoch, um mir selbst ein Bild davon zu machen..
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