erstmal etwas was mit dem thema nichts zu tun hat: als ein von vorurteilen geprägter mensch habe ich das gefühl, das andre kein russe ist, sondern irgendein irrer der hier ein bisschen spaß haben will. die meisten russen die ich kenne die so betont russisch sind können nicht richtig deutsch und andres deutsch klingt wie deutsches deutsch nicht wie russisches. andererseits sind die leute aus der ehemaligen su die gut deutsch sprechen meist auch motiviert hier etwas zu erreichen (sie sind sogar motivierter als viele deutsche schüler, nur mal am rande)
jetzt zum thema:
jemand hat gesagt die russen hätten 80 jahre unter einem totalitären system gelebt. dem kann ich nicht ganz zustimmen. es kam doch nur zur oktoberrevolution, weil russland so ein überholtes herrschaftssystem hatte. russland war eines der letzten länder das z.b. die leibeigenschaft aufgehoben hat. russland war schon immer rückständig. stalin muss man zugute halten das er es geschafft hat diesen rückstand zu verringern und in machen berreichen sogar in einen vorsprung verwandelt zu haben (allerdings vornehmlich in militärischen dingen. aber was hilft ein guter panzer, wenn man keinen wasserhahn hat). aber die menschen lassen sich so eine brutale behandlung halt nicht ewig gefallen, nicht umsonst hat vor seinem tot keiner einen arzt geholt.
deutschland tat sich auch schon immer recht schwer mit reformen, aber es kamen immer wieder reformer zu richtigen zeit, die das land wieder nach vorne gebracht haben.
im moment sind wir allerdings noch nicht soweit das es den meisten so schlecht geht, das wir wirklich reformwillig wären. deutschland geht es nicht wirklich schlecht. es ist viel mehr so, das jammern eine deutsche volkskrankheit ist. andere länder wären froh, wenn sie auf solchen niveau jammern könnten. das größte problem deutschlands ist der teure staatsapparat.
zusammenbrechen tun systeme eh nur, wenn die menschen irgendwo etwas besseres sehen. und wir deutsche sehen nicht viel besseres, weil es nicht viele länder gibt denen es besser geht.
im vergleich zur brd war die ddr doch schon rückständig. aber selbst die ddr war doch für die russischen soldaten ein schlarafenland. russland ist zu groß und hat viel zu viele unterschiedliche probleme und potentiale um wirklich regiert werden zu können. die weite des landes war sein bester schutz in zahlreichen angriffskriegen, aber die weite des landes ist auch seine größte hypothek.
deshalb wäre planwirtschaft für russland wahrscheinlich wirklich gut. aber das problem der sowejtischen planwirtschaft war, dass sie viel zu sehr auf die produktion von schwerindustrie ausgerichtet war. die leichtindustrie wurde einfach vernachlässigt. die menschen wollen ein besseres leben, keine besseren fabriken.
das motivationsproblem in einer kommunistischen wirtschaft kann man nicht bestreiten, aber ich sehe das hauptproblem darin, das man eine komplexe volkswirtschaft einfach nicht exakt planen kann. kein staat schafft es die millionen von produkten bedarfsgerecht zu produzieren.
es muss auch gesagt werden, dass auch in der kapitalistischen wirtschaft geplant wird, allerdings dezentral.
ich persönlich habe ja eine ganz eigene idealvorstellung von wirtschaft. ich denke, dass ein unternehmen für seine mitarbeiter produzieren sollte, das die mitarbeiter sozusagen die aktionäre sind und der gewinn gerecht aufgeteilt wird.






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