:: Spoiler verstreut im Text ::
Oh Mann, ich glaube ich habe seit dem legendären Mission Impossible II nicht mehr soviel im Kino gelacht.
Mich plagt eine Vorahnung, das Matrix Rev. bei den Razzie Awards ebenso abräumen wird wie Titanic seinerzeit bei den Oscars...
Die erste Hälfte des Filmes war voller langweiliger, leerer, pseudophilosophischer Schwafeleien ("Alles was ein Anfang hat, hat auch ein Ende" - HA, nur die Wurst hat zwei!, die mich gelegentlich fast zum Einschlafen gebracht hätten, und die zweite Hälfte teilte sich auf in die Schlacht um Zion und den Neo-Smith-Endkampf.
Der Kampf in Zion war sogar recht nett dargestellt (auch wenn ich mich immer noch darüber amüsiere wieso man Menschen wie auf dem Präsentierteller vor seinen Kampfroboter klebt, statt sie irgendwo in einen gepanzerten Innenraum zu packen, wo sie nicht gleich draufgehen - ich meine hey, diese Technologie gibt's seit dem 1. Weltkrieg), auch wenn dieser patriotische Sechzehnjährige mehr als nervte. Die ganze Zeit wünschte ich mir er würde stolpern und dann verrecken, was aber leider nicht eintrat. Stattdessen war er dann der Held des Tages, als er vor 100000 frenetischen Jüngern den Endsieg verkündete.
Das eigentliche "Highlight" sollte aber wohl das Celebrity Deathmatch zwischen Neo und Elrond werden. Und das Wort Highlight ist nicht ohne Grund von Anführungszeichen flankiert.
So einen unfreiwillig komischen Humbug habe nicht mehr erlebt, seit Tom Cruise im legendären Endkampf von MI2 seine im Sand liegende Waffe mit dem Fuß hoch"schnippte" (wer den Film kennt weiss, worauf ich anspiele). Nur dass das im Vergleich zu Revolutions noch eine Zierde an Realismus und Filmkunst war.
Als Smith mit Raketengeschwindigkeit und Afterburner-rauchspur hinter sich herziehend wie eine F-16 auf Neo zuraste, und beim Zusammenprall der beiden eine gläserne 3D-Flutwelle auslöste, die mehrere Hochhäuser-blocks der Großstadt in Schutt und Asche legte, wäre ich vor Lachen fast vom Sessel gefallen.
Nicht zu vergessen das "Ende" mit Sonnenaufgang, und den "Aha"-Effekt-überrraschungsgästen Tick (Orakel) Trick (indische Göre) und Track (Karate-Bodygoard). Selbiges kitschig zu nennen wäre angesichts der schieren Coolness des ersten Matrix-Films eigentlich schon beschönigende Blasphemie.
Ich kann nur erahnen, welche Mengen von Koks und sonstigen halluzinogenen bzw. bewusstseinsverändernden Mitteln die Wachowski-brüder geschnupft, geraucht und gespritzt haben müssen, als sie über dem Drehbuch zu dieser geistigen Massen-dünnbrettbohrerei gesessen haben.
Der erste Matrix-teil muss tatsächlich gesondert betrachtet werden, denn er steht in jeder Disziplin - seien es darstellerische Leistungen, Dialoge, Originalität, Spannung, Storytiefe - so meilenweit über Revolutions, das man meinen könnte, beide seien Filme von verschiedenen Autoren.
Einzig den teilweise beeindruckenden Effekten wegen, die neben Episode II wohl den derzeitigen Höhepunkt digitaler FX markieren, vergebe ich für Matrix Revolutions
2 von 10 Sternen
bzw. Note 5.




, die mich gelegentlich fast zum Einschlafen gebracht hätten, und die zweite Hälfte teilte sich auf in die Schlacht um Zion und den Neo-Smith-Endkampf.
Zitieren
Als Lesezeichen weiterleiten