Es kommt auch darauf an, welchen Anspruch der Film an sich selbst stellt. Independence Day z.B. WILL gar nicht ernst genommen werden, sondern versteht sich bewusst als Big Budget-Trash, weswegen man dort bei negativen Aspekten wie Plot und Dialogen großzügiger sein kann.

Auf Matrix Rel/Rev trifft das aber nicht zu, zumal sich die Regisseure nunmal mit dem ersten Teil die Messlatte hoch gelegt haben.

Übrigens hatte ich im dritten Teil NULL Erwartungshaltung, und habe ihn trotzdem schlecht bewertet. WENN es um die Erwartungshaltung geht, dann trifft das bei mir allenfalls auf Teil 2 zu.
Ich erinnere mich z.B. bei Star Wars, das ich Episode I mit einer 4, Episode II aber mit einer 2 bewertet hatte, da ich bei Episode II ebenfalls keine Erwartungshaltung mehr mitgebracht habe.

IMHO ist die Matrix-Trilogie ein unausgegorener Mix vergebener Möglichkeiten, und der dritte Teil ist eigentlich auch kein richtiger "Matrix"-Film, da er - im Gegensatz zum ersten Teil - nur noch zu einem Bruchteil in ebenjener surrealen virtuellen Welt spielt.

Und was die Logikfehler angeht....ehrm
hast Du Dich nie gefragt, warum Neo auf einmal in der REALEN Welt ganze MarschinenARMEEN mit der Kraft seiner Gedanken in die Luft jagen kann?
Das dies mit keinem Wort erklärt wird, zeigt nur die massive Drehbuchschwäche, da ohne Neo's plötzliche Wunderkräfte das diffuse Finale nicht funktioniert hätte.
Ist praktisch mit dem Einsetzen eines Deus Ex Machina zu vergleichen, nur noch amateurhafter, da man jenes mit etwas Phantasie wenigstens halbwegs stimmungsvoll in die Geschichte einfügen könnte.
Ich wundere mich wie man den "Paten" bewerten würde, wenn Vito Corleone plötzlich mit Superman-Kräften vom Krankenbett aufgestanden, und anschließend halb New York mit einem Handschnipsen in Schutt und Asche gelegt hätte.
Sicherlich würde man den Film dann heute nicht als geniales Meisterwerk betrachten.