Ich glaube nicht, dass es das ist, worum es geht.Du weist, das jeder, der nicht Deiner Meinung ist, halt kein echter Fan ist.
Aber es gibt durchaus Serienkonzepte, die Cliffhanger brauchen. Farscape ist ein solches. Akte X war auch ein solches. ER dagegen könnte auf sowas verzichten.
Es gibt Serien, die haben nicht nur eine Storyarc, sondern auch eine Mytharc. Um mla beim Beispiel Akte X zu bleiben war es einfach, man konnte die Serie in zwei Hälften teilen: Mytharc und Monster of the Week (MOTW). Zu Mytharc zählte all das, was in den großen Storykontext gehörte, das was mit dem Rückgrat der Serie zu tun hatte, Mulders Schwester, die Verschwörubng, der CS, etc. Alles andere, die MOTWs waren großartige Folgen aber im Grunde nur Gimmicks. Dann hatte man eben mal 'nen Leberfresser dabei, der alle 30 Jahre aus seinem nest krabbelte. Das war nette und vor allem sehr spannende Unterhaltung aber es trug nicht zum großen Storykontext bei.
Ähnlich ist es bei Farscape. Farscape hat auch seine Mytharc und seine MOTWs, wobei das z.T. nicht so einfach auseinander zu halten ist. Denn auch MOTWs tragen hier zur Entwicklung des Großkontext bei. "Dog with two bones" z.B. war grundsätzlich eine MOTW Folge, trug aber insofern zum Großkontext bei, als dass ein Konflikt, in dem sich zwei Charaktere befanden ausgebaut wurde. Und der Cliffhanger bestand einfach darin, dass man nicht wusste was passiert denn nun weiter in dieser sehr delikaten Situation, in der da jemand steckte (alle die die's gesehen haben kennen das Ende und wissen was ich meine).
Eben deshalb sind Cliffhanger unerlässlich. Sie geben die Möglichkeit, einen Spannungsbogen lange aufrecht zu erhalten und im Grunde hinterher nichtmal erklären zu müssen, was passiert ist, wenn man die nächste Folge einfach einige Zeit später ansetzt (DWTB und CK sind da wieder gute Beispiele auch wenn man sich in etwa denken kann was passiert ist).
Cliffhanger gehören einfach zu solch einem Serienkonzept dazu, die lassen sich nicht vermeiden.
Was das vertragliche angeht, so war das in Bezug auf Farscape doch 'ne ziemliche Sauerei, denn drei Tage vor Drehtschluss entscheided sich sowas in den aller seltensten Fällen, meistens kristalisiert sich sows innerhalb einer laufenden Staffel heraus und die Produzenten und Autoren haben Zeit sich auf so etwas einzustellen. Desweiteren gibt es meist Anzeichen für eine Cancellation (sinkende Ratings trotz gleichbleibendem Primetimesendeplatz, weniger Absatz von Merchandise, etc.) war aber alles hier nicht der Fall.
Cliffhanger sind bei manchen Serien unnötig, da stimme ich dir zu. ER braucht keine Cliffhanger, ich war ziemlich enttäuscht als sie am Ende von S8 einen gemacht haben, das war unnötig. Auch Serien wie Friends brauchen keinen (obwohl die letzten beiden Staffeln sehr gelungene hatten). Man kann sie setzen, aber mötig sind sie nicht. Das sind eben Unterhaltungsserien, die nicht in einem großen Kontext stehen, den sie erfüllen müssen. Es gibt jedoch auch Serien, die so etwas müssen. Und ohne eine gesunde Mischung aus beidem wäre die Serienlandschaft langweilig.






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