Die Verbrechen an Haustieren sind beinahe marginal im Vergleich zu den Verbrechen an Nutztieren. Rein statistisch ist von den 60 Millionen Schweinen die jedes Jahr in Deutschland getötet werden, eines von 100 noch am Leben und bei Bewusstsein wenn es zwecks Enthäutung in kochendes Wasser geschmissen wird - jedes Jahr werden also über eine halbe Million der sensiblen Borstentiere lebendig gekocht. Wer schon mal mit kochendem Wasser in Berührung gekommen ist, kann sich vielleicht ausmalen wie es den Tieren dabei ergeht. Von den hunderten Millionen getöteten Geflügel will ich hier gar nicht reden.
Unter Vielen derer, die sich über tote Hunde- und Katzenbabies aufregen ist die Tierliebe allerdings schnell vorbei, wenn es um das Billigfleisch bei ALDI geht welches nur durch diese industrielle Massentierhaltung zu dem Preis hergestellt werden kann. Da ist der Geiz wieder "geil".
Wir sind schon eine erstaunliche Spezies von Doppeldenkern, dass wir so viel Empathie für eine Art von Tieren empfinden, während die Meisten von uns sich gleichzeitig ganz bewusst nicht mit dem Schicksal der Tiere beschäftigen wollen, die auf unserem Teller landen - dann würdige das tägliche Billigschnitzel einem nämlich im Halse stecken bleiben, ob des ganzen Leids dass daran klebt.
Deckt sich mit meinen Erfahrungen, bei meiner Mutter war es auch üblich dass die Neugeborenen an die Wand geworfen wurden - das war allerdings Anfang der 50er Jahre, und man scherte sich wenig um das Wohlbefinden der Tiere auf dem Hof.
So eine Luftgewehrstory trug sich in meinem alten Gymnasium zu, dieses grenzte direkt an einen Wald und man konnte z.b. von den Toiletten aus die Eichhörnchen in den Bäumen beobachten. Einige Jungs kamen dann auf die Idee, Luftgewehre mit in die Schule zu nehmen und auf die Eichhörnchen zu schießen. Zu ihrem Pech wurden sie verpetzt und flogen von der Schule.
Bei Katzen ist wohl die häufigste Tierquälerei die Vernachlässigung - man setzt die Tiere aus oder kümmert sich einfach nicht mehr um sie, da man sich einredet dass Katzen ja sowieso freie Tiere sind die den Menschen nicht brauchen. So erklärt sich die hohe Zahl der Streuner - auf jede Hauskatze kommt eine ausgesetzte Katze oder deren Nachfahren. Den aktuellen Vorschlag aus Belgien, eine Art Kastrationspflicht für Kater einzuführen finde ich deshalb gar nicht so schlecht. Auch bin ich dafür dass jede Katze gechippt und tätowiert werden muss, damit ihr Besitzer jederzeit zugeordnet werden kann - das würde die Hemmungen, so ein Tier auszusetzen vielleicht etwas erhöhen.
Letztlich aber ist es wieder bürokratischer Aufwand um Menschen zu disziplinieren die einfach keine Haustiere besitzen sollten, weil sie nicht mit einem schutz- und pflegebedürftigen Lebewesen umgehen können.
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ich schäme mich allerdings nicht für meine jugendsünden. du etwa? 


Echt jetzt? Da frag ich mich, was sind das für befangene Richter?




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