Originally posted by The-Q@05.10.2003, 14:35
Und nein, ich habe nicht das Kopftuch zum Symbol des Islams gemacht, doch die junge Frau, die vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt hat, hat dieses gemacht. Sie hat das Kopftuch als Symbol für den Islam gemacht.
Das habe ich aber ganz anders verstanden.
Sie hats nicht zum Symbol gemacht, sondern die Leute die ihr das verbieten wollen waren das.
Sie wollte sich nur so Kleiden wies ihrer Meinung nach für ihre Religion und für ihre Lebenseinstellung erforderlich ist.
Diejenigen dies ihr verbieten wollen haben dagegen mehrere Eigenarten dahineininterpretiert, damit hatte sie nix zu tun.



Übrigens, um die Sache mit der Missionierung nicht unkommentiert zu lassen, ich halte deine Aussage dort immer noch für falsch Q. Gebe aber zu das ich nicht die neusten Geschichtswissenschaftlichen Erkenntnisse zum Thema kenne. Soweit ich weiss hat keine Missionierung in Nordafrikat stattgefunden. Ich selber stamme aus Ägypten, wobei ich nicht weiss ob du das jetzt zu Nordafrika zählst, da die meisten damit mehr Marokko und Algerien meinen. Aber in Ägypten hat es nie den Zwang gegeben zum Islam überzuwechseln oder Tod wie du es dargestellt hast, genau so wenig wie im restlcihen Nordafrika. Der beste Beweis dafür ist das bis heute eine der älstesten Varianten des Christentums viele Anhänger in Ägypten hat, die auch nie verfolgt wurden, und von der Bevölkerung völlig akzeptiert werden, und integriert sind, und das seit Jahrhunderten. Übrigens galt (bis vor ein par Jahrzehnten) das gleiche für die jüdische Gemeinde in Ägypten, wobei sich das heutzutage aus den unterschiedlichsten politischen Gründen geändert hat, die aber nix mit Religion zu tun hatten.

Was die Araber in Südspanien angeht, da galt das Gleiche. Sie haben den Islam in dieser Region nie erzwungen. Sie haben die Bevölkerung nicht dazu gebracht zu konvertieren. Natürlich gab es viele Konflikte zwischen den Christen und Moslems in Südspanien, aber die waren politischer und Machpolitischer Natur, und nicht Religiös.
Sie wurden religiös geführt zum grössten Teil, weil es so gut passte da beide sich bekriegenden Völker unterschiedlichen Religionen angehört haben.
Aber die christliche Bevölkerung im moslemisch arabisch geführten und regierten Teil Südspaniens wurde nie unterdrückt und erst recht nicht dazu gezwungen in irgendeiner Weise zum Islam zu konvertieren. Ausserdem wurden ihre Kirchen weder zerstört noch geschändet sondern respektiert. Beide Aussagen treffen aber bekanntermassen nicht auf die umgekehrte Zeit zu, die folgte nachdem die katolischen Könige Südspanien zurückeroberten.