Die Bildzeitung vermag allerdings auch nicht komplexe Sachverhalte zu vermitteln, da sie dafür schlicht und ergreifend zu primitiv ist. Wer sein politisches Sachverständnis aus diesem Blatt bezieht, kann ohnehin nicht ernst genommen werden.
Auch wenn einige zumeist eher simplere Gemüter meinen, das wer am Lautesten schreit, auch in der Regel Recht habe.
Für Menschen wie Slash, die sich über linkslastige Medien beschweren, bleiben dann ja immer noch die Antipoden der Linksliberalen Zeitungen (SZ) und Magazine (Spiegel): FAZ und Focus.
Der CSU-Mann ist übrigens gerade ziemlich beschäftigt den neuen Lauschangriff einzuführen, mit dem die Polizei völlig eigenständig, ohne Kontrolle und ohne Vorgaben jeden abhören kann, wann, wo und wie sie will.
Über die Entgleisungen von CSU-Bundesabgeordneten scheint sich jedenfalls niemand zu scheren. Vermutlich bucht man das, was bei Hohmann als Diskriminierung bezeichnet wird, bei den Südländern auch als typisch Bayrische Verschrobenheit ab. Jedenfalls interessiert es keinen, den Leitwolf am wenigsten.
Auf Edmund Stoiber passt der Spruch "Wer auf andere mit dem Finger zeigt, vergisst, das dabei drei Finger auf ihn selbst gerichtet sind."
Es ist ein soziologisch bekanntes Phänomen, von der eigenen Schuld abzulenken indem man auf andere mit dem Finger zeigt. Anders ist es kaum zu erklären, das dieser Parteichef Parlamentarier deckt, die Schwule schon mal als "krank" und "pervers" bezeichnen, während er andernorts in großen Worten über gesellschaftliche Brandstifter wie Hohmann herzieht.
Fast könnte man meinen, er teile die Ansichten dieser Herren.
Immerhin hat er, der Mahner vor der "Durchrassung der Gesellschaft" ja auch den beliebten Begriff der "Leitkultur" neu belebt.




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