Meine ganz subjektiven Erinnerungen and die DDR:

1. Eine grüne Grenze und auf de anderen Seite standen komische Männer mit ´nem Fernglas und ´ner Waffe um die Schulter. Stunden später hatte ich dann endlich die Darth Vader Figur die ich so lange suchen musste.

2. Muss so um 89 gewesen sein als vermehrt Schüler in Trainingsklamotten an der Schule aufgetaucht sind. Tja, so hab ich zum ersten Mal erfahren das es im Osten rumort.

Dass die DDR heute gerne durch die Rosarote Brille gesehen wird, liegt vor allem daran, dass das Leben im Vergleich schwerer geworden ist. z.T. sicherlich auch durch die größere Eigenverantwortung, die man tragen muss.
Ach herrje, immer diese Rosarote Brille. Ist die wirklich notwendig?

Ich als bekennender Besserwessi stell mit das Leben in der DDR gar nicht mal so schlimm vor.

Okay, es würde da kein McDoof geben, dafür aber Breuler - oder wie die Grillhähnchen auch heiße - mag ich eh lieber. Wegen der fettigen Haut. Das verstopft so richtig schön die Eingeweide und man darf eher in Grab krabbeln. Lecker.

Ansonsten, da gibt ´s auch Inseln, oder (?) - keine Sorge, das muss man jetzt nicht verstehen - und natürlich FKK. Sowieso heiß es doch das die Ossis längst nicht so verkrampft sind wie der Westen. Hängt das mit der Kirche zusammen? Aber die evangelischen Kirchengänger waren ja schon immer etwas netter als die Leute unterm Papstrock.

Das mit den Plattenbauten könnte mich wohl nach einiger Zeit nerven. Andererseits verbreitet das auch dieses gewisse Großstadtflair. Wenn man gar nicht weiß wie New York aussieht, dann könnte man doch bestimmt auch über all die Hochhäuser im Osten staunen, oder?

Ach ne, wer will das schon? Wenn ich so überlege, hatte doch was der Osten. Ich stell es mir nett vor in so ´nem blauen Hemd durch die Stadt zu wandern und jeder denkt: die arme Sau, aber da muss jeder mal hin. Dieses kollektive Leiden, das schweißt ein ganzes Volk zusammen. Wo haben wir das denn heute noch?

Das nennt man Freiheit. Und die ist zumindest mir halt sehr wichtig. Der Gedankte, dass mir jemand verbietet, meine Träume zu verwirklichen, ist mir ein Graus.
Mir auch. Obwohl ich natürlich ein wenig Verständnis für die Ostalgie hab. Man hatte im Osten halt nicht soviel Wahlpflichten, und nur ein Kästchen auf ´m Wahlzettel, aber wer will dass schon?

Anfangs ist der Supermarkt natürlich richtig schön bunt, wenn man zum ersten mal drin ist. Nach einiger Zeit kennt man aber jeden Scheiß, und will doch nur das eine. Ja ja, man hatte die Wahl. Und was wenn nicht? Ich darf eh keine Bananen essen. Trotzdem kauf ich sie immer wieder. Egal. Mein Leben, meine Konsequenzen. Ich = Idiot. Dann lieber nix Bananen?

Frei fühlen klingt nett. Wir sind also frei. Ich fühl mich frei, aber auch nur weil ich mir einbilde was dafür zu tun. Mitleid hab ich mit vielen meiner Mitmenschen die sich von jedem Scheiß einschüchtern lassen. Das hat nichts mehr mit Freiheit zu tun. Und haben die dann das Gefühl des frei seins überhaupt verdient? Die belügen sich doch nur selbst.

Ich wäre dafür Deutschland wieder zu teilen. Wir machen daraus ´n Gesellschaftsspiel: Jeder beginnt in der DDR, und wer dann was dafür tut sich frei zu fühlen darf in den Westen. Der Rest darf auf ewig im Plattenbau vergammeln. Weil sie es nicht anders verdient haben.

DDR - was bleibt?, wie erinnert man sich?
Ums mal auf den Punkt zu bringen: Ein Ort, hinter den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, wo man ganz nett Leben kann, wenn man auf Freiheit verzichten kann.