Ein sehr zynischer Blickwinkel, dass muss man Dir lassen, Loser. *schmunzel* Er sei Dir aber unbenommen.

Die Theorie, dass man schenkt um zu bekommen, habe ich auch schon durchdacht. Auf den ersten Blick ist es so. Immerhin hat der Schenkende auch etwas davon, wenn er jemandem ein Geschenk macht. Und ob man dann ein befriedigendes Gefühl hat, sei es nun wegen dem Sex unterm Weihnachtsbaum oder weil der Beschenkte glücklich lächelt, ist im Kontext der Theorie egal.

Der Unterschied ist, warum man schenkt. Schenkt man, um eben jenes Gefühl (oder den Sex unterm Weihnachtsbaum) zu bekommen oder ist die auf das Schenken folgende Befriedigung (egal welcher Art) nur ein willkommener Nebeneffekt?

Das ganze ist eine Sache der Erfahrungen, die man mit dem Schenken macht. Wenn um mich herum Schenken nur das Mittel ist um die Befriedigung zu erlangen, dann ist klar, dass Schenken schnell in Frust ausartet. Und dann muss man auch extrem darauf achten, was man schenkt. Wenn man aber um des Schenkens willen schenkt, dann sieht die ganze Sache schon anders aus. Dann achte ich gerne auf kleine Andeutungen, die mich zum richtigen Geschenk führen und das Suchen nach den Geschenken macht Spaß.

Ich schenke um des Schenkens willen. Mich hat noch nie jemand angemacht, wenn ich ein Geschenk gemacht habe, dass trotz aller guten Intentionen letztendlich falsch war und mangelnde Kreativität, wenn ich etwas geschenkt habe, dass der andere sich gewünscht hat, wurde mir auch noch nicht vorgeworfen. Ich gebe gerne und freue mich, wenn die Geschenke gut ankommen aber ich schenke nicht um der Befriedigung willen. Mal abgesehen davon, dass meine Eltern wohl tot umfallen würden, wenn ich unterm Weihnachtsbaum Sex hätte...

Whyme