@Spaceball: Da ich von Musik und GEMA-Gebühren keine Ahnung habe (bin eben nur der Filmeonkel), denke ich mal, wenn Du sagst es ist legal, dann ist es auch legal. Auch wenn ich Deinem Posting nicht ganz folgen kann, dazu fehlt mir der Hintergrund.

Original von Alucard:
ich weiß, dass hinter jedem film/jedem lied viel arbeit steckt aber wie schon cornholio zuvor gesagt hat würd ich gern vorher wissen worauf ich mich einlasse und erst dann entscheiden und genau das kann ich nicht wenns nach der industrie geht.
Ja klar, Ausprobieren vor dem Kauf ist überall wichtig und schön und vor allem kundenfreundlich. Beim Filmesaugen bedeutet das „Ausprobieren" aber gleich das Konsumieren des kompletten Produkts. Natürlich ist es schön, wenn Dich das dann zum Käufer macht, aber es ist irgendwie auch eine bedenkliche Grauzone.

@Bademeister: Klar, wenn man statt in Ticketerlösen in tatsächlich verkauften Tickets rechnen würde, sähe die Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten anders aus.

Original von DerBademeister:
Durch die zunehmende Bedeutung der DVD-Erlöse v.a. bei kleineren Filmen (mir fällt hier Donnie Darko ein, der langfristig auf DVD sicher mehr Geld machen wird als die 2 Mio $ die er im Kino eingespielt hat) wird der Schaden durch Raubkopien natürlich immer größer, denn RIPs von DVD's sind wegen ihrer >Fernsehqualität viel beliebter als verwackelte Screener mit Rausch-sound. Viele kleine aber feine Filme laufen nämlich gar nicht oder nur in wenigen Kinos, und erscheinen oft direkt auf DVD.
Das ist völlig richtig. Aber daran sind (ausnahmsweise) nicht nur die Ripper schuld, sondern auch die Kinobetreiber.

Beispiel aus der „Filmszene Lüdenscheid". Als Bowling for Columbine anlief, war es hier weit und breit nicht zu sehen. Die Kinos dachten sich: Warum sollten sich unsere Kunden für eine Dokumentation interessieren?

Ich mußte also bis nach Bochum fahren, um den Film im Januar 2003 zu sehen. Als dann aber die Oscars von der Bühne waren und Michael Moore zumindest dem ein oder anderen ein Begriff war, wurde der Film auch vom hiesigen „Filmpalast" ins Programm genommen. Der Film war ein Mega-Schlager, in den ersten zwei Wochen wurden ständig Leute nach Hause geschickt, die keinen Platz mehr bekommen haben.

Haben die Lüdenscheider Kinobesitzer daraus gelernt? Bringen sie jetzt öfters mal Filme, die auf den ersten Blick nicht für das Massenpublikum tauglich scheinen? Nein und nein. Trotz des Erfolgs von BfC blieb diese Aktion einmalig.

Viele wirklich tolle Filme scheitern im Kino nur deswegen, weil die Kinobesitzer einfach dem Publikum mangelnde Intelligenz und Desinteresse unterstellen. Und dann führt der Weg zur DVD und in die Falle, die Du beschreibst.

Original von Nager:
Zur restlichen Diskussion nur noch zwei kurze Sachen:
Rocketmans Posting kann ich zu grossen Teilen zustimmen. Ich finde lediglich die ständigen Vergleiche hinfällig. Wir sind weder "arme Menschen von früher", noch geht es uns hier um Uhren, Autos, Äpfel, was auch immer.
Danke für Deine Zustimmung. Die vielen Vergleiche fielen mir auch hinterher als etwas störend auf (obwohl ich weder Autos noch Äpfel erwähnt habe). Mir kam nur gestern abend ein wenig die Galle hoch, als ich hier sah, wie selbstverständlich manche Leute den Begriff „Eigentum" ausblenden, wenn es um Filme geht.