Der Film ist ein Knaller. Zumindest optisch gesehen. War sein Vorgänger damals schon optisch beeindruckend, so ist dieser der visuelle Overkill. Man kann ihn als perfekte Kulmination aus klassischer und computergenerierter Animation sehen. Seit "Blue Submarine 6" hat sich somit schon viel verbessert. Aber zum Glück ist er auch mehr als das.

Der Film spielt drei Jahre nach dem Ende von "Ghost in the Shell". (Stand Alone Complex ist wohl unabhängig von den Filmen. Hab es aber auch noch nicht gesehen) Die Handlung ist nun auf Batou und Togusa fokussiert. Die beiden sollen eine Mordreihe aufklären, bei der verschiedene Personen von Robotern getötet worden, die eigentlich zur sexuellen Befriedigung gebaut wurden.

Doch das ist nur der Aufhänger für eine wilde Folge des Philosophierens um die menschlische Existenz und der Wahrnehmung der Realität. Die erste Hälfte des Films erinnert nicht nur inhaltlich sondern auch stilistisch stärker an Blade Runner als an seinen Vorgänger.

Nach einmaligen Ansehen muss ich auch sagen, dass ich den Film wohl noch nicht ganz verdaut habe. Ebenso wie "Ghost in the Shell" werde ich ihn wohl öfter ansehen, bis ich durch alle Facetten der Geschichte geblickt habe. Der Film nimmt sich auch etwas mehr Zeit für die Hauptcharaktere. Überhaupt hat er mit rund hundert Minuten erfreulicherweise eine halbwegs anständige Laufzeit. Von mir aus hätte er ruhig etwas länger gehen können. Denn spannend bis zum Schluß war es alle mal.
Erfreulicherweise haben nach neun Jahren alle Sprecher wieder zuammengefunden, so dass es hier auch keine unerfreulichen Stimmenveränderungen gibt.

Alles in allem: ein Sequel welches an seinen Vorgänger herankommt und ihn gar übertrifft.

Zur Untertitelproblematik: so schlimm find ich es wirklich nicht. Immerhin hat man im Gegensatz zur Erstauflage des ersten Filmes mehr Zeit für die Untertitel. Ausserdem hat man einen feinen schwarzen Rahmen um die Schrift gelegt, so dass es besser lesen lässt.