Ich habe mal gelesen, dass die verbreitete Vorstellung von "Daumen hoch" oder "Daumen runter" auf alte Hollywood-Produktionen zurückzuführen ist...Originally posted by DerBademeister@29.02.2004, 12:58
Meines Wissens ist wegen mangelhafter und widersprüchlicher Quellenlage nach wie vor umstritten, welche der beiden Gesten "Gnade" und welche "Tod" hieß.Daumen hoch hieß Kopf ab, und nicht andersherum
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So viel zum Thema künstlerische Freiheit.
Mir geht es auch nicht unbedingt um den Realismus an sich. Einer meiner Lieblingsfilme heißt "Spartacus", und der ist vermutlich historisch weitaus weniger korrekt als "Gladiator".
Aber es geht mir darum, ob mich ein Film nicht für dumm verkauft. In "Gladiator" habe ich dieses Gefühl doch sehr schmerzlich. Nach dem furiosen Beginn (Schlacht im Teuteburger Wald) wird der Film völlig absurd: Man merkt als Zuschauer, welche Gedanken dem Skriptautor durch den Kopf gingen: "Shit, jetzt bin ich in einer Sackgasse: Commudus könnte Maximus jederzeit umbringen lassen. Hm. Ach was, ich behaupte einfach, Maximus wäre ein Held und deswegen könne er nicht getötet werden. Warum weiß ich auch nicht, aber wenigstens kann ich so einen geilen Showdown zwischen Kaiser und Gladiator machen. Wird schon keiner fragen, warum Commudus zwar ein Feigling ist, aber plötzlich gegen den gefährlichsten Gladiator des Imperiums antritt."
Der größte Hohn ist ja wohl der Schluss: Der Kaiser bekommt von seinen Leuten kein Schwert??? Er bleibt im Sand liegen? Während der rechtlose Gladiator wie ein Kaiser hinausgetragen wird?
Das sind Unstimmigkeiten, die mich ärgern! Nicht die Armbanduhren im alten Rom oder Kameramänner, die in Spiegeln erkennbar sind.
Wie gesagt: Beim Oscar feiert sich die Filmbranche selbst. Etwa so, als würde RTL die besten Moderatoren auszeichnen - und zufällig wären das Jauch und Eligmann...![]()





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