Na gut, dann reklamiere ich eben, dass Augustus nicht der Vater von Commodus war.
Jedenfalls erschien mir sein Verhalten absonderlich - anfangs feige, dann plötzlich völlig übermütig. Die Loyalität seiner Ranghöchsten - und die ist schließlich die Einscheidende! - ist ihm doch anfangs gewiss, oder? Das ist für mich der Knackpunkt! Sie gehorchen all seinen Befehlen - vergiss nicht, dass sie Senatoren verhaften und Maximus eine Falle stellen! Plötzlich aber wenden sie sich gegen Commodus?
Ich weiß nicht. Das erschien mir wie ein billiger "Überraschung!"-Trick.
Zwischen beiden liegen auch 170 Jahre. Commodus' Vorgänger war ja Mark Aurel - eine historisch übrigens sehr interessante Persönlichkeit, deren Eigenschaften im Film auch gut beleuchtet wurden.

Sei´s wie´s sei: Ich freue mich auf die nächsten Historien-Schinken. Wenigstens hat Scott eines meiner Lieblingsgenres zu neuem Leben erweckt, was ich ihm neben "Alien" und "Blade Runner" hoch anrechne! Da kann ich sogar über den grauenhaften "Black Hawk Down" hinwegsehen.
Wieso findest Du BHD grauenhaft?
Ich fand ihn eigentlich recht gut. 2 Stunden Krieg pur - ohne den sonst üblichen moralischen Zeigefinger der Antikriegsfilme, oder patriotische Verklärung der Kriegsfilme.

Es gibt sehr viel schlimmere Filme - das negativste Beispiel aus jüngster Zeit ist "We were soldiers" von Mel Gibson. Der scheint eh einen Heldenkomplex zu haben, wenn man seine Rollenwahl (Braveheart, der Patriot) betrachtet.