wir besprachen das thema letztens in religion. ich hielt ein referat darüber, weil ich es ebenfalls sehr wichtig finde.
einige reagierten darauf, indem sie meinten, sie wollten sich noch nicht in so jungen jahren mit dem tod auseinandersetzen.
die weitere diskussion ergab ein argument, das sich nicht nur auf die verantwortung sich selbst gegenüber, sondern auch der gegenüber seiner angehörigen bezog:

stehen angehörige vor der entscheidung, ob im schlimmsten fall die maschinen weiterlaufen sollen oder nicht, können sie leicht in einen moralischen konflikt geraten. einerseits erkennen sie den medizinisch und menschlich notwendigen schritt, andererseits müssen sie sich nach außen hin rechtfertigen, über den kopf des patienten womöglich aus eigennutz entschieden zu haben.

eine patientenverfügung räumt derartige mutmaßungen aus. denn somit folgt man den willen des patienten und ist nicht mehr allein verantwortlich. über das leben eines anderen zu entscheiden ist sowieso schwer genug. ich finde, man hat eine verantwortung den leuten gegenüber, die irgendwann vorm eigenen krankenbett vor jener entscheidung stehen könnten. es ist wichtig, ihnen das ringen mit dem gewissen zu erleichtern. völlig abnehmen kann man es sicher selbst mit patientenverfügung nicht.