Zu deiner Frage was Vergewaltung mit Machtausüben zu tun hat: Beim "normalen" Sex (wobei ich das normal auf eine Mann Frau Konstelation beziehe, wobei auch gleichgeschlechtlicher Sex als normal gelten kann, ich bitte deswege keine Diskussion anzufangen) ist es so das die Frauen die Kontrolle haben, da sie den Mann bzw. sein Glied aufnehmen müssen, sie müssen den Mann und seine Annäherung akzeptieren, bevor es überhaupt zum Geschlechtsverkehr kommen kann. Der Mann gibt sich der Frau, während des Aktes voll und ganz hin, er verliert die Kontrolle, vor allem beim Orgasmus, da es bei ihm zu erkennen ist wann es zu dem Orgasmus kommt, bei einer Frau hingegen, keine äusserlichen Anzeichen zu erkennen sind. Und genau das irriertiert einige Männer, da der sexuelle Akt, genauso wie die Geburt, Domänen der Frauen sind, der Mann ist beim Zweiteren sogar vollkommen überflüssig.
Da oft schon gezeigt wurde, das Männer in allen Bereichen die Kontrolle bewahren möchten, sie aber in diesen Bereich keine Chance haben irgendetwas zu kontrollieren, müssen sie auf andere Wege abweichen. Bei der Geburt ist es so, das sie immer mehr technisiert wird, und diese Technik wird natürlich fast ausschliesslich von Männern bedient, sie haben also wieder die Kontrolle darüber.
Beim Sex wird eben gewaltsam Zugang in die Frau gesucht, der Mann hat die vollkommene Macht über diesen Akt, er bestimmt wie er Abläuft und wann er endet, die Frau hat nun nichts mehr zu melden. Diese Macht ist denke ich einer der grössten Anreize wenn es um Vergewaltigung geht, der Sex an sich ist dabei, denke ich nur eine weiterer "positiver" Aspekt.
Ich wollte nur noch dazusagen, dass es auch im Tierreich zu Vergewaltigung kommt, und das sehr oft. Dennoch denke ich ist es etwas weit hergeholt es als "nicht ganz so schlimm" darzustellen, vor allem da die Frau dabei Gewalt angetan wird, und das ist immer falsch.
Da ich die voran gegangenen Beiträge nicht gelesen habe, kann es sein das ich etwas wiederholt habe, was schon genannt wurde, ich hoffe das es in diesem Fall dann nicht all zu tragisch ist.





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